Pressemitteilungen

07.04.2026 I Jugendbildungsstätten stärken – Demokratiebildung sichern

Der niedersächsische Sozialminister Dr. Andreas Philippi hat am Donnerstag, den 02. April, das Haus des Jugendrotkreuzes in Einbeck besucht. An dem Termin nahmen Nils Lüking, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen, Hans-Martin Grigoleit, Hausleiter der Einrichtung, Dr. Sabine Michalik, Bürgermeisterin der Stadt Einbeck, sowie die Abgeordneten Frauke Heiligenstadt MdB und Rene Kopka MdL (beide SPD) teil.

Im Rahmen einer ausführlichen Hausführung wurde deutlich, vor welchen erheblichen finanziellen Herausforderungen Jugendbildungsstätten in Niedersachsen derzeit stehen. Steigende Betriebskosten, Investitionsbedarfe bei Gebäuden sowie eine strukturell unzureichende Förderung setzen viele Einrichtungen zunehmend unter Druck.

„Jugendbildungsstätten sind unverzichtbare Orte der Demokratiebildung. Hier erleben junge Menschen Mitbestimmung, Engagement und gesellschaftlichen Zusammenhalt ganz konkret“, betonte Nils Lüking. „Für die überregionale Jugendarbeit sind diese Orte von entscheidender Bedeutung. Umso unverständlicher ist es, dass diese wichtigen Lernorte bislang nicht angemessen vom Land Niedersachsen gefördert werden. Wer Demokratie stärken will, muss auch ihre Lernorte sichern.“

Besonders kritisch wurde beim Austausch die bislang ausgebliebene Beteiligung von Jugendbildungsstätten am Sondervermögen Infrastruktur bewertet. Trotz offensichtlicher Bedarfe bei Sanierung, Modernisierung und energetischer Ertüchtigung bleiben diese Einrichtungen unberücksichtigt, wie die Landesregierung in der Antwort auf eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Lukas Reinken (CDU) mitteilte (Drs. 19/9040). Damit zeigt sich auch an den Jugendbildungsstätten, dass vom Sondervermögen keine zusätzlichen Mittel in die Infrastruktur fließen. Die Verwendung des Sondervermögens wird damit keiner Generationengerechtigkeit gerecht und junge Menschen werden später die Rechnungen bezahlen und heute weiter auf Modernisierung verzichten müssen.

Hans-Martin Grigoleit machte die konkreten Auswirkungen vor Ort deutlich: „Wir leisten hier täglich wertvolle Bildungsarbeit für junge Menschen aus ganz Niedersachsen. Doch ohne ausreichende Investitionsmittel geraten viele Häuser an ihre Grenzen. Es geht längst nicht mehr nur um Weiterentwicklung, sondern in vielen Fällen um den Erhalt der Infrastruktur.“ In den letzten Jahren sind viele Jugendbildungsstätten und Gruppenhäuser in der Region und darüber hinaus geschlossen worden. „Jede einzelne Einrichtung fehlt bei der Jugendarbeit und darum ist es so wichtig die noch existierenden zu erhalten.“, so Hans-Martin Grigoleit.

Die Kritik der Akteur*innen vor Ort steht im Einklang mit einem gemeinsamen Appell von Landesjugendring, Paritätischem Wohlfahrtsverband, Paritätischem Jugendwerk, der AG Nds. Schullandheime und den Jugendherbergswerken. In einem offenen Brief fordern sie, Jugendbildungsstätten, Schullandheime und Jugendherbergen endlich eine auskömmliche Förderung zu ermöglichen. Diese Einrichtungen seien zentrale Bildungsorte außerhalb von Schule, die einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftlichen Teilhabe junger Menschen leisten.

„Die Landespolitik ist jetzt gefordert, klare Prioritäten zu setzen“, so Lüking weiter. „Es reicht nicht, die Bedeutung dieser Einrichtungen rhetorisch anzuerkennen – es braucht konkrete finanzielle Unterstützung und strukturelle Absicherung.“
Der Besuch des Sozialministers wurde von allen Beteiligten als wichtiges Signal gewertet. Gleichzeitig machten die Gesprächspartner deutlich, dass weiteren Gesprächen nun auch konkrete Investitionen folgen müssen.

Jugendbildungsstätten wie das Haus des Jugendrotkreuzes in Einbeck leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur demokratischen Bildung und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Damit sie diese Aufgabe auch künftig erfüllen können, braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln.

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

Ansprechpartner:

Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Adrian Schiebe (kommissarischer Geschäftsführer)
Zeißstraße 13
30519 Hannover

Tel.: 0511 519 451 13
E-Mail: schiebe@ljr.de
www.ljr.de

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Angesichts der aktuellen politischen Debatte im Bundesrat über Nutzungsverbote und Altersgrenzen in sozialen Medien bezieht der Landesjugendring Niedersachsen e.V. (LJR) klar Stellung gegen den Entschließungsantrag der niedersächsischen Landesregierung.

Der LJR warnt davor, junge Menschen durch Verbote pauschal von der gesellschaftlichen Teilhabe im digitalen Raum auszuschließen. Soziale Medien sind heute fester Bestandteil der Lebensrealität und wichtige Räume für politischen Austausch und gesellschaftliches Engagement. Ein pauschales Verbot für Kinder unter 14 Jahren, wie es derzeit diskutiert wird, sieht der LJR als Verstoß gegen die UN-Kinderrechtskonvention – insbesondere gegen das Recht auf freie Meinungsäußerung (Art. 13) und den Zugang zu Medien (Art. 17).

Kimberly Haarstik vom Vorstand des Landesjugendrings erklärt dazu: „Kinderrechte zu wahren bedeutet nicht nur Schutz, sondern zwingend auch die Sicherstellung gesellschaftlicher Teilhabe. Wir erleben in der aktuellen Debatte, dass viel über Kinder und Jugendliche gesprochen wird, aber viel zu wenig mit ihnen. Ein pauschales Verbot würde junge Menschen von wichtigen Informationsquellen und Diskursräumen abschneiden, anstatt sie sicher darin zu begleiten. Wir fordern, dass die Stimmen der jungen Generation endlich gehört werden.“

Regulierung der Plattformen statt Einschränkung der Nutzer

Statt die Rechte der Kinder einzuschränken, fordert der Landesjugendring eine konsequente Regulierung der Anbieter. Bestehende Mechanismen wie der Digital Services Act (DSA) müssten effektiver angewandt werden. Ziel muss eine Umgebung sein, die durch „Safety-by-default“ sicher gestaltet ist, ohne die Nutzungsrechte zu beschneiden.

„Nicht die Kinder sind das Problem, sondern die Geschäftsmodelle der Plattformen. Wir brauchen eine strikte Regulierung von Mechanismen, die auf maximale Verweildauer und Verhaltenslenkung ausgelegt sind. Dazu gehören algorithmische Empfehlungen nur per Opt-in sowie Transparenz bei KI-generierten Inhalten. Gleichzeitig darf die Förderung der Medienkompetenz keine untergeordnete Maßnahme sein. Sie muss als präventiver Schutz in den Haushalten von Bund und Ländern fest verankert werden – und zwar für alle Generationen,“ betont Vorstandssprecherin Ann-Marie Reimann.

Die Kernforderungen des Landesjugendrings Niedersachsen im Überblick:

  • Keine pauschalen Verbote: Ablehnung von generellen Social-Media-Verboten für Kinder und Jugendliche.
  • Beteiligung sicherstellen: Einbeziehung junger Menschen und ihrer Erfahrungen in die politische Debatte.
  • Plattformen regulieren: Verpflichtung der Anbieter zu datensicherer, überwachungsarmer Nutzung und Transparenz.
  • Medienkompetenz stärken: Massive Förderung qualifizierter medienpädagogischer Angebote, insbesondere auch in der außerschulischen Bildung.

 

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

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Der Landesjugendring Niedersachsen gratuliert seiner ehemaligen Vorstandssprecherin Regina Gehlisch herzlich zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Mit dieser hohen Auszeichnung wird ihr langjähriges und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement für die Jugendarbeit in Niedersachsen und darüber hinaus gewürdigt.

Seit über einem Jahrzehnt setzt sich Regina Gehlisch mit großem Einsatz für junge Menschen ein. Besonders prägend war ihre zehnjährige Vorstandstätigkeit im Jugendumweltnetzwerk Niedersachsen. Dort trug sie maßgeblich zur Strukturentwicklung bei und ermöglichte so das Engagement unzähliger junger Menschen. Darüber hinaus wirkte sie an Projekten im Rahmen der UN-Weltdekade 2014 mit und setzte wichtige Impulse für nachhaltige Bildungsarbeit.

Auch im Deutschen Gewerkschaftsbund engagiert sich Regina Gehlisch intensiv: Sie qualifiziert junge Engagierte, vertritt die Interessen junger Arbeitnehmer*innen und organisiert vielfältige Bildungsangebote. Dazu zählen unter anderem internationale Jugendbegegnungen, die interkulturellen Austausch und politische Bildung fördern.

Einen besonderen Einfluss hatte ihr Wirken im Landesjugendring Niedersachsen. In ihrer ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit setzte sie sich mit Nachdruck dafür ein, die Anliegen der Jugendverbände sichtbar zu machen und die Weiterentwicklung einer zeitgemäßen Jugendförderung voranzubringen. Ihr Engagement hat entscheidend dazu beigetragen, dass jugendpolitische Forderungen stärker in den Fokus von Politik und Öffentlichkeit gerückt sind.

„Diese Auszeichnung ist für mich vor allem eine Anerkennung der vielen jungen Menschen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte und die sich tagtäglich für eine gerechtere und nachhaltigere Gesellschaft einsetzen“, sagt Regina Gehlisch. „Jugendarbeit lebt vom Mitmachen – und ich freue mich, auch weiterhin Teil dieser Bewegung zu sein.“

Ann-Marie Reimann, Vorstandssprecherin des Landesjugendrings Niedersachsen, betont: „Regina Gehlisch hat die Jugendarbeit in Niedersachsen nachhaltig geprägt. Ihr unermüdlicher Einsatz, ihre strategische Stärke und ihre klare Haltung für die Interessen junger Menschen sind beeindruckend. Dass sie nun mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wird, ist mehr als verdient.“

Der Landesjugendring Niedersachsen hebt zudem hervor, dass die Auszeichnung ein wichtiges gesellschaftliches Signal setzt: Junge engagierte Frauen sichtbar zu würdigen, ermutigt andere, sich ebenfalls einzubringen und Verantwortung zu übernehmen – auch in etablierten Strukturen.

Regina Gehlisch wird ihr Engagement auf Bundesebene fortsetzen: Seit Oktober 2025 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Bundesjugendrings und wird dort weiterhin wichtige Impulse für die Jugendarbeit in Deutschland setzen.

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

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Am Samstag, den 14.03.2026, kamen in Hannover die Vertreter*innen aus den Jugendverbänden des Landesjugendrings Niedersachsen zusammen, um ihre jährliche Vollversammlung durchzuführen und wegweisende Beschlüsse zu treffen.

Neben umfangreichen Forderungen an die Kommunal- und Landespolitik zur Kommunalwahl 2026 positioniert sich der Landesjugendring auch klar gegen pauschale Social-Media-Verbote für Kinder und Jugendliche.

Mit den verabschiedeten jugendpolitischen Forderungen fordert der Landesjugendring eine kinder- und jugendgerechte Kommunalpolitik. Kommunen seien zentrale Lebensorte junger Menschen – hier entscheide sich, ob junge Menschen sich beteiligen, entfalten und sicher aufwachsen können. Der Landesjugendring fordert deshalb unter anderem eine verlässliche und langfristige Finanzierung der Jugendarbeit, echte Beteiligungsmöglichkeiten für junge Menschen sowie Investitionen in Mobilität, soziale Gerechtigkeit und Klimaschutz. „Jugendarbeit muss als unverzichtbare Infrastruktur verstanden und verbindlich sowie auskömmlich gefördert werden“, bekräftigt Nils Lüking, der als Vorstandssprecher im Amt bestätigt wurde.

Darüber hinaus beschloss die Vollversammlung eine klare Position gegen pauschale Social-Media-

Verbote für Kinder und Jugendliche. Solche Verbote greifen aus Sicht des Landesjugendrings zu kurz und verkennen die Lebensrealität junger Menschen. Stattdessen brauche es mehr Medienbildung, bessere Schutzkonzepte auf Plattformen und eine stärkere Verantwortung der Anbieter. Junge Menschen müssten befähigt werden, digitale Räume selbstbestimmt und sicher zu nutzen. Sie haben ein Recht darauf, auch am digitalen Leben teilhaben zu können.

Ein weiteres wichtiges Thema der Vollversammlung war die Beteiligung junger Menschen an politischen Entscheidungen. Der Landesjugendring sieht in der Novellierung des Jugendfördergesetzes ein gelungenes Beispiel dafür, wie Jugendbeteiligung in Gesetzgebungsprozessen funktionieren kann. Diese Erfahrungen sollten künftig auch auf andere Politikfelder übertragen werden, damit junge Menschen bei Entscheidungen, die ihr Leben betreffen, frühzeitig und verbindlich beteiligt werden.

Intensiv haben die Delegierten zudem über die Positionierung des Landesjugendrings zum Wehrdienst debattiert. In der Debatte wurde sich klar gegen einen verpflichtenden Wehrdienst ausgesprochen. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass sich der Landesjugendring umfassend für eine Stärkung von Freiwilligkeit und Freiwilligendienste in der Wehrdienstdebatte ausspricht.

Im Rahmen der Vollversammlung wurde außerdem das langjährige ehrenamtliche Engagement der bisherigen Vorstandssprecherin, Regina Gehlisch, und des Schatzmeisters, Johann Janssen, gewürdigt. Regina Gehlisch scheidet nach über einem Jahrzehnt ehrenamtlicher Mitarbeit im Landesjugendring aus dem Vorstand aus. In dieser Zeit hat sie sowohl ehrenamtlich die Vertretung von Verbänden im Hauptausschuss des Landesjugendrings wahrgenommen als auch Vorstandsverantwortung in turbulenten Zeiten übernommen. Johann Janssen hat in seiner Zeit als Schatzmeister einen sehr großen Anteil am Einsatz für eine bessere Jugendförderung in Niedersachsen gehabt.

„Wir haben viel erreicht und die heutigen Beschlüsse stimmen mich zuversichtlich, dass der Landesjugendring den Weg der letzten Jahre zu guter Jugendpolitik weiter ebnen wird“, erklärte Gehlisch.

Der neu gewählte Vorstand setzt sich aus Nils Lüking (BDKJ) als Vorstandssprecher, Ann-Marie Reimann (AEJN) als Vorstandssprecherin sowie Kimberly Haarstik (DGB-Jugend) und Finn-Niklas Gerken (DLRG-Jugend) als gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern zusammen.

Die Vollversammlung des Landesjugendrings unterstrich damit erneut die Rolle des Verbandes als zentrale Stimme der Jugendverbände in Niedersachsen und als engagierte Interessenvertretung für die Belange junger Menschen im Land.

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Mit Jurte, knisternden Lagerfeuer, Weihnachtsbaum, Feuerwehrauto und zahlreichen Mitmachaktionen hat der Landesjugendring Niedersachsen e.V. diese Woche ein deutliches Zeichen für die Vielfalt und Bedeutung der Jugendverbandsarbeit gesetzt. Unter dem Motto „Finde deinen Verband!“ verwandelten rund 150 Teilnehmende den Platz der Göttinger Sieben neben dem Niedersächsischer Landtag in einen lebendigen Aktionsraum.

Zwischen Jurte und Lagerfeuer wurde bündische Tradition erlebbar: Gemeinsames Singen und Lagerfeuer standen symbolisch für Gemeinschaft und gelebtes Miteinander. Ein Feuerwehrauto zog ebenso die Aufmerksamkeit auf sich wie kreative Aktionsstände und interaktive Angebote zahlreicher Jugendverbände. Besucher*innen konnten selbst aktiv werden, demokratische Prozesse kennenlernen und Einblicke in die vielfältige Arbeit der Verbände gewinnen.

Im Mittelpunkt stand dabei die Botschaft: Jugendverbände sind Werkstätten der Demokratie. Sie bieten jungen Menschen Räume, in denen sie Verantwortung übernehmen, Gemeinschaft erfahren und Selbstwirksamkeit erleben.

„Jugendverbände sind Orte, an denen junge Menschen Demokratie ganz konkret lernen und leben. Hier übernehmen sie Verantwortung, gestalten Projekte und erfahren, dass ihre Stimme zählt“, erklärt Nils Lüking, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen. „Mit unserer Aktion vor dem Landtag machen wir sichtbar, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für dieses Engagement sind.“

Auch Ann-Marie Reimann aus dem Vorstand betont die gesellschaftliche Bedeutung der Arbeit: „Engagierte Menschen aus allen Bereichen der verbandlichen Jugendarbeit zeigen heute eindrucksvoll, wie vielfältig und lebendig Jugendverbandsarbeit in Niedersachsen ist. Ob bei Pfadfinder*innen, den helfenden Verbänden oder den anderen vielfältig in der Gesellschaft aktiven Verbänden – überall wird deutlich: Diese Arbeit stärkt Gemeinschaft, fördert Kompetenzen und ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Demokratie.“

Neben erlebnispädagogischen Angeboten präsentierten sich auch helfende Jugendverbände mit Einblicken in ihre Praxis. Aktionen rund um Demokratiebildung, Kinderschutz und die Jugendleiter*innen-Card (Juleica) verdeutlichten den hohen Qualitätsanspruch der außerschulischen Jugendarbeit.

Mit starken Bildern, engagierten jungen Menschen und klaren politischen Botschaften setzte der Landesjugendring Niedersachsen ein sichtbares Zeichen für die Unterstützung und Stärkung ehrenamtlicher Jugendarbeit im Land.

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Pressemitteilung: Landesjugendring Niedersachsen begrüßt Entschließungsantrag der Regierungsfraktionen zur Prüfung eines AfD-Parteiverbotsverfahrens – klares Signal für Demokratie, Rechtstaat und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Der Landesjugendring Niedersachsen e. V. begrüßt mit großer Zustimmung die am 5. März 2026 im Niedersächsischen Landtag von den Regierungsfraktionen eingebrachte Entschließung, die Landesregierung dazu aufzufordern, sich im Bundesrat für die Einleitung eines Prüfverfahrens zum Parteiverbot gegen die Alternative für Deutschland (AfD) einzusetzen. Der Landesjugendring sieht darin ein starkes und zukunftsweisendes Signal für den Schutz der demokratischen Grundordnung, der Vielfalt des politischen Diskurses und der zivilgesellschaftlichen Verantwortung. Grundlage ist die Beschlusslage der 48. Vollversammlung des Landesjugendrings, in der die Delegierten der Jugendverbände die Unterstützung eines solchen Verbotsverfahrens als Ausdruck einer wehrhaften Demokratie klargestellt hat.

Vor diesem Hintergrund nimmt der Landesjugendring auch die jüngste Entscheidung des Verwaltungsgerichts Köln zur Kenntnis: Das Gericht hat entschieden, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) die AfD vorerst nicht öffentlich als „gesichert rechtsextremistisch“ einstufen darf und den Ausgang eines noch laufenden Hauptsacheverfahrens abwarten muss.

Diese Entscheidung im Eilverfahren ist zu bedauern, ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Bewertung vieler Verfassungsschutzbehörden, nach der die AfD in Teilen verfassungsfeindliche Bestrebungen verfolgt, und sie unterstreicht gerade die Bedeutung eines klaren politischen und juristischen Prozesses – etwa in Form eines Parteiverbotsverfahrens – zur Klärung dieser Frage.

Gleichzeitig hat der niedersächsische Verfassungsschutz den Landesverband der AfD in Niedersachsen zuletzt als „Beobachtungsobjekt von erheblicher Bedeutung“ eingestuft. Diese Einstufung zeigt, dass auch auf Landesebene strukturelle und ideologische Bestrebungen in der Partei festgestellt werden, die mit den Werten einer offenen und demokratischen Gesellschaft nicht vereinbar sind. Für den Landesjugendring bekräftigt diese Beobachtung den dringenden Bedarf, demokratische Strukturen zu stärken, demokratiefeindlichen Tendenzen entschieden entgegenzutreten und Verantwortungsbewusstsein in der politischen Auseinandersetzung zu fördern.

„Wir sehen im vorgelegten Entschließungsantrag einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer demokratischen Kultur und werben für die Zustimmung des Landtags“, kommentiert Nils Lüking, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen. „Gerade junge Menschen erwarten von der Politik, dass sie die demokratischen Spielregeln ernst nimmt und wirksame Mechanismen nutzt, um gegen demokratiefeindlieche Kräfte vorzugehen – sei es durch wissenschaftliche und verfassungsrechtliche Prüfung, politische Debatte oder, wenn notwendig, durch ein Parteiverbotsverfahren.“

Der Landesjugendring Niedersachsen ruft die politisch Verantwortlichen auf, nicht nur die formale Ebene eines Verbotsverfahrens zu betrachten, sondern insgesamt eine offensive demokratische Bildungs- und Aufklärungsstrategie zu verfolgen, die junge Menschen stärkt, ihre demokratische Urteilskraft fördert und sie befähigt, sich aktiv gegen Extremismus zu engagieren.

„Die Freiheit unserer demokratischen Gesellschaft ist kein Selbstläufer. Sie muss täglich verteidigt werden – durch Engagement, Einsatz für Menschenwürde und durch klare politische Haltung“, so Lüking abschließend.

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Pressemitteilung: Wechsel in der Geschäftsführung des Landesjugendrings Niedersachsen

Nach knapp neunmonatiger Vakanz auf der Stelle als Geschäftsführung des Landesjugendrings Niedersachsen konnte diese Position besetzt werden. Ab März 2026 übernimmt Maren Gehrke die Geschäftsführung und wird die wichtige Arbeit für die Jugendverbände in Niedersachsen weiterführen.

Die vergangenen Monate konnte die Geschäftsführung durch den großen Einsatz des Vorstands und der kommissarischen Geschäftsführung, Adrian Schiebe, vertreten werden. Der Vorstand zeigt sich nun entsprechend glücklich, eine qualifizierte Führungsperson für die Position gewonnen zu haben und freut sich auf die Zusammenarbeit.

Für den Vorstand des Landesjugendrings spricht Geschäftsstelle Ann-Marie Reimann ihren Dank an die Geschäftsstelle aus:

„Die kräftezehrende Zeit der Vakanz geht nun zu Ende. Rückblickend lässt sich festhalten, dass gerade in einer Phase, in der die Jugendarbeit angesichts einer bevorstehenden Gesetzesänderung und hohen existenziellen Drucks besonders auf gute Ideen und strukturierte Arbeit angewiesen war, diese Herausforderungen dank des großen Engagements vieler im Vorstand und in der Geschäftsstelle erfolgreich bewältigt werden konnten. Dieser große Einsatz der Kolleg*innen ist nicht selbstverständlich und ich möchte mich dafür sehr herzlich bedanken. Dies gilt in besonderer Weise für Adrian Schiebe, der unter hohem persönlichem Einsatz die kommissarische Geschäftsführung übernommen hat und so entscheidend zur Überbrückung dieser Vakanz beigetragen hat. Umso mehr freue ich mich, dass wir bald wieder auf die wichtige Unterstützung einer Geschäftsführung zählen können und sich der Vorstand künftig wieder stärker den inhaltlichen Fragen der Jugendarbeit widmen wird.“

Mit Maren Gehrke, die ihre Arbeit im März 2026 aufnehmen wird, gewinnt der Landesjugendring eine erfahrene und engagierte Persönlichkeit, die sich auf die weitere Förderung und Vertretung der Jugendverbände in Niedersachsen freut. Bisher war Maren Gehrke als stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Hannover tätig.

„Die verbandliche Jugendarbeit liegt mir sehr am Herzen. Persönlich konnte ich als Jugendliche meine Erfahrungen in Jugendgruppen sammeln und diese in der Vergangenheit für den Jugendferien-Service der Stadt Hannover nutzen. Nach nun 9,5 Jahren als stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte freue ich mich zurück in die Jugendarbeit zu kommen und möchte vielen jungen Menschen ermöglichen, Erlebnisse fürs Leben zu sammeln“, erklärt Maren Gehrke dazu.

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Der Landesjugendring Niedersachsen zeigt sich enttäuscht darüber, dass Jugendbildungsstätten bei der Verteilung der Sondervermögen-Milliarden keine Rolle für die Landesregierung spielen. Die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage von Lukas Reinken (CDU) zur Förderung von Jugendbildungsstätten, macht deutlich, dass Räume für junge Menschen nicht als relevant für Investitionen angesehen werden. Obwohl die Landesregierung in ihrer Antwort ausdrücklich bestätigt, dass Jugendbildungsstätten „zentrale Orte der Kinder- und Jugendarbeit“ sind und einen erheblichen Investitionsbedarf aufweisen, bleibt sie konkrete Schritte zur Verbesserung der Finanzlage schuldig.

„Es ist ernüchternd, dass von den vielen Milliarden Euro, die in Niedersachsen in die Infrastruktur investiert werden, nicht einmal ein einstelliger Millionenbetrag für die Schaffung und den Erhalt von Räumen für junge Menschen vorgesehen ist“, kritisiert Johann Janssen, Schatzmeister des Landesjugendrings Niedersachsen. „Der Sanierungsbedarf ist real und dringlich. Trotzdem bleibt alles beim Alten.“

Das Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes, aus dem Niedersachsen über 9 Milliarden Euro für Investitionen erhält, eröffnet eigentlich große Spielräume – auch für den Bereich Bildungsinfrastruktur. Dennoch stellt die Landesregierung in ihrer Antwort klar, dass aktuell keine Mittel aus diesem Sondervermögen für Jugendbildungsstätten vorgesehen sind.

„Das passt nicht zusammen“, sagt Nils Lüking, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen. „Einerseits erkennt die Landesregierung die Bedeutung und den Investitionsbedarf unserer Einrichtungen an. Andererseits plant sie keine zusätzlichen Mittel ein und verweist lediglich auf minimale Förderbeträge, die seit Jahrzenten nicht steigen und weit hinter dem Bedarf zurückbleiben.“

Für die 33 Jugendbildungsstätten der Mitgliedsverbände des Landesjugendrings summiert sich der Sanierungsstau inzwischen auf weit über fünf Millionen Euro. Gleichzeitig standen in den vergangenen Jahren jährlich nur 50.000 Euro Landesmittel für Investitionsmaßnahmen in verbandliche Bildungsstätten zur Verfügung – ein Betrag, der in keiner Weise geeignet ist, den wachsenden Sanierungsdruck abzufedern.

Der Landesjugendring fordert die Landesregierung daher auf, die vorhandenen Finanzspielräume endlich zu nutzen und den Einrichtungen der Jugendarbeit die nötige Priorität einzuräumen.

„Wenn wir wollen, dass junge Menschen Teilhabe, Engagement und Demokratie erleben, dann brauchen sie Orte, an denen das möglich ist – und diese Orte müssen gepflegt, modernisiert und gesichert werden“, so Lüking. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, dafür die Weichen zu stellen.“

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Am 09.10.2025 lud der Landesjugendring Niedersachsen e.V. zu den jährlich stattfindenden Feierabendgesprächen ein. Diese Veranstaltung bietet jungen Menschen aus den Mitgliedsverbänden eine wertvolle Plattform, um mit Politiker*innen sowie Gästen aus der Verwaltung und von verschiedenen Kooperationspartner*innen ins Gespräch zu kommen. Sie bieten Raum, um drängende Themen zur Zukunftsfähigkeit der Jugendarbeit zu diskutieren. In einer offenen und angeregten Atmosphäre wurden dabei zentrale Anliegen junger Menschen an die Entscheidungsträger*innen adressiert.

Die Gespräche kreisten um die Entwicklungen im Ehrenamt und die langfristige und krisensichere Finanzierung der Jugendarbeit, die für gute Angebote zentral sind. Die jungen Vertreter*innen hoben hervor, wie entscheidend es ist, stabile finanzielle Rahmenbedingungen für ihre ehrenamtliche Arbeit zu schaffen, um auch in Krisenzeiten handlungsfähig zu bleiben. „Die Jugendarbeit leistet einen zentralen Beitrag zur sozialen Gerechtigkeit – sie bringt junge Menschen zusammen und stärkt ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dafür müssen wir das Ehrenamt langfristig stärken und attraktive Rahmenbedingungen schaffen“, erklärte Regina Gehlisch, Vorstandssprecherin des Landesjugendrings. Vor allem in Zeiten, in denen gesellschaftliche Herausforderungen zunehmen, ist eine starke Jugendverbandsarbeit unabdingbar.

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Wirkung von Ehrenamt und der Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für die Wahrnehmung von Ehrenamt. „Es ist bedauerlich, dass die Bedeutung der Jugendarbeit immer wieder übersehen wird. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Herausforderungen ist ihre Förderung unverzichtbar, deshalb lassen wir junge Menschen hier in Kontakt mit der Landespolitik gehen“, unterstreicht Johann Janssen, Schatzmeister des Landesjugendrings, die Bedeutung des Abends.

Bei den Feierabendgesprächen wurde deutlich: Die jungen Ehrenamtlichen sind engagiert und entschlossen, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten. „Unser Einsatz hat ein klares Ziel – bessere Perspektiven für alle jungen Menschen“, fasste Johann Janssen zusammen. Der Landesjugendring wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Stimme der Jugend in der politischen Diskussion gehört wird.

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Gestern haben die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und FDP in Nordrhein-Westfalen angekündigt, einen gemeinsamen Gesetzesentwurf einzubringen, mit dem das aktive Wahlalter bei Landtagswahlen bereits zur nächsten Landtagswahl auf 16 Jahre abgesenkt werden soll. Der Landesjugendring Niedersachsen begrüßt diesen Schritt ausdrücklich und fordert, dass Niedersachsen diesem Beispiel folgt.

Junge Menschen sind nicht nur Zuschauer*innen des politischen Geschehens, sondern aktive Gestalter*innen unserer Gesellschaft. Sie engagieren sich in Jugendverbänden, Initiativen und Bewegungen, übernehmen Verantwortung im Ehrenamt, in Schule und Ausbildung und tragen durch ihre Ideen und ihr Engagement zu einer lebendigen Demokratie bei. „Die Entscheidung in Nordrhein-Westfalen ist ein starkes Signal. Auch in Niedersachsen müssen wir jungen Menschen endlich das Recht geben, über ihre eigene Zukunft mitzubestimmen“, betont Ann- Marie Reimann, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings.

Das Wahlrecht ab 16 ist nicht neu: Schon heute dürfen Jugendliche in Niedersachsen bei Kommunalwahlen ihre Stimme abgeben, in mehreren Bundesländern gilt es auch für Landtagswahlen. Eine Absenkung des Wahlalters stärkt nicht nur die politische Teilhabe, sondern trägt auch dazu bei, Demokratie als Lern- und Übungsfeld frühzeitig erfahrbar zu machen.

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass die Stimmen älterer Generationen in unserer Demokratie immer stärker ins Gewicht fallen. Gleichzeitig betreffen viele politische Entscheidungen – etwa in den Bereichen Klima, Bildung, Wehrpflicht oder Rente – insbesondere junge Menschen, deren Perspektiven jedoch bislang nur unzureichend berücksichtigt werden. Eine Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre würde diesem Ungleichgewicht entgegenwirken und sicherstellen, dass die Anliegen der jungen Generation stärker im politischen Prozess Gehör finden.

Der Landesjugendring Niedersachsen fordert die Landesregierung und die demokratischen Fraktionen im Niedersächsischen Landtag auf, zeitnah einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen, damit das Wahlalter ab 16 bereits bei der nächsten Landtagswahl gilt. Parallel dazu gilt es, politische Bildung in Schulen und in der außerschulischen Jugendarbeit weiter zu stärken, um eine informierte und reflektierte Wahlentscheidung junger Menschen zu unterstützen.

„Nordrhein-Westfalen macht vor, wie es geht – jetzt ist Niedersachsen am Zug“, so Regina Gehlisch, Vorstandssprecherin des Landesjugendrings. „Ein Wahlrecht ab 16 ist kein Geschenk, sondern Ausdruck demokratischer Gerechtigkeit und ein wichtiger Schritt, um die Stimmen junger Menschen in unserem Land ernst zu nehmen. Wir fordern den Niedersächsischen Landtag auf, den Mut zu haben, junge Stimmen ernst zu nehmen. Demokratie gewinnt, wenn mehr Menschen daran teilhaben.“

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Auf seinem diesjährigen Spitzentreffen hat der Runde Tisch „Soziales Europa“ eine kritische Bewertung aus niedersächsischer Perspektive zu den aktuellen Vorschlägen der Europäischen Kommission zum Mehrjährigen EU-Finanzrahmen (MFR) 2028-2034 vorgenommen. In einem gemeinsamen Statement warnen Europaministerin Melanie Walter, der Vorsitzende des DGB Niedersachsen Dr. Mehrdad Payandeh, die Vorsitzende der LAG der Freien Wohlfahrtspflege Kerstin Tack und Johann Janssen vom Landesjugendring vor Kürzungen im Bereich der Kohäsions- und Sozialpolitik sowie vor einer Schwächung der Regionen. Zugleich betonen sie die Bedeutung einer sozial ausgewogenen EU-Förderpolitik. Der Kommissionsvorschlag sieht eine grundlegende Umstrukturierung der EU-Fördermittel vor. Insbesondere die geplante Mittelvergabe über nationale Partnerschaftspläne und die Reduzierung der Mittel für den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) stoßen in Niedersachsen auf Kritik. Es wird befürchtet, besonders EU-geförderte Projekte mit dem Ziel der sozialen Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Guter Arbeit in Europa könnten von den Kürzungen betroffen sein. Die Mitglieder des Runden Tisches fordern hingegen ausdrücklich, die soziale Dimension der EU-Förderung zu stärken und die bewährten Mitbestimmungsstrukturen auf regionaler Ebene zu erhalten.

Melanie Walter, Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung: „Europa muss gerade in Zeiten multipler Krisen zeigen, dass Zusammenhalt und soziale Gerechtigkeit im Mittelpunkt stehen. Die Menschen vor Ort sind die Expertinnen und Experten für ihre Region, nicht Berlin oder Brüssel. Der neue Finanzrahmen darf die Regionen nicht schwächen – wir brauchen weiterhin eine starke Beteiligung der Länder und gezielte Investitionen in ein soziales Europa. Niedersachsen steht für ein Europa der Chancen und fordert eine auskömmliche Ausstattung des ESF+.“

Dr. Mehrdad Payandeh, Vorsitzender des DGB Niedersachsen „Die Europäische Union ist viel mehr als nur eine Wirtschaftsunion. Angesichts der aktuellen Krisen und Bedrohungen von Gerechtigkeit und Demokratie ist es wichtiger denn je, dass wir in der EU auf Zusammenhalt, Ausgleich und soziale Innovation setzen. Doch von nichts kommt nichts. Es braucht weiterhin genügend Mittel für ein soziales Europa und das Know- how der europäischen Regionen.“

Kerstin Tack, Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen: „Der Europäische Sozialfonds Plus ist ein zentrales Instrument zur Bekämpfung sozialer Ungleichheit und Armut. Damit er auch künftig seine volle Wirkung entfalten kann, fordern die Wohlfahrtsverbände eine spürbare Vereinfachung der Strukturen, eine stärkere Praxisorientierung und eine angemessene finanzielle Ausstattung des ESF. Zudem müssen regionale Bedarfe konsequenter berücksichtigt werden, um passgenaue Fördermaßnahmen zu ermöglichen und bestehende soziale Herausforderungen vor Ort wirksam anzugehen. Gerade in wirtschaftlich und sozial herausfordernden Zeiten braucht es einen starken, handlungsfähigen ESF. Er muss dort ansetzen, wo Menschen konkret Unterstützung benötigen – sei es durch Bildungsangebote, Beratung oder Beschäftigungsförderung.“

Johann Janssen, Vorstandsmitglied Landesjugendring Niedersachsen: „Für junge Menschen ist der Europäische Sozialfonds Plus von zentraler Bedeutung: Er schafft Chancen für Bildung, Qualifizierung und soziale Teilhabe. Kürzungen an dieser Stelle treffen Europas Zukunft. Investitionen in soziale Gerechtigkeit sind der wirksamste Weg, um antieuropäischen und nationalistischen Strömungen entgegenzutreten und das Vertrauen junger Menschen in die europäische Idee zu stärken.“

Hintergrund:

Der Runde Tisch „Soziales Europa“ ist ein seit 2022 bestehendes Bündnis aus Landesregierung, Deutschem Gewerkschaftsbund, Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege und Landesjugendring Niedersachsen. Gemeinsam setzen sich die Partner für ein sozial gerechtes, inklusives und zukunftsfähiges Europa ein, um gesellschaftlichen Zusammenhalt, Demokratie und Teilhabe zu fördern. In jährlichen Spitzentreffen und unterjährigen Arbeitsgruppen formulieren sie niedersächsische Interessen, Perspektiven und Ansprüche für ein sozialeres Europa.

Das Statement finden Sie hier als PDF zu dieser Presseinformation vor.

Kontakt:

Niedersächsische Staatskanzlei: Presse- und Informationsstelle der Niedersächsischen Landesregierung (pressestelle@stk.niedersachsen.de)

Deutscher Gewerkschaftsbund Niedersachsen: Heike Robrahn (heike.robrahn@dgb.de)

Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen: Stefan Pietsch (presse@paritaetischer.de)
Landesjugendring Niedersachsen: Johann Janssen (janssen@ljr.de)

Ansprechpartner:

Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Johann Janssen (Schatzmeister)
Zeißstraße 13
 30519 Hannover
Tel.: 0511 519 451 11
E-Mail: janssen@ljr.de
www.ljr.de

Der Landesjugendring Niedersachsen begrüßt, dass sich die Landesregierung endlich dem Thema der bezahlbaren Mobilität junger Menschen widmet. Die Pläne der Landesregierung, das Deutschlandticket für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende für 46 Euro anzubieten, reicht aber bei weitem nicht aus. Dies steht im direkten Widerspruch zur im Koalitionsvertrag festgehaltenen Zusage eines 29-Euro-Tickets für junge Menschen. Angesichts der ohnehin knappen finanziellen Ressourcen junger Menschen ist diese minimale Rabattierung des Deutschlandtickets keine wirkliche Entlastung und konterkariere die Bemühungen, den öffentlichen Nahverkehr attraktiv und bezahlbar zu gestalten.

„Die Einführung eines 46-Euro-Tickets für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende ist nicht das, was wir von der Landesregierung erwartet hatten. Auch Schüler*innen und diejenigen, die sich ehrenamtlich für die Gesellschaft einsetzen, müssen von einem deutlich vergünstigten Deutschlandticket profitieren können“, erklärt Ann-Marie Reimann, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings. „Man hatte versprochen, ein bezahlbares Ticket für 29 Euro zu schaffen, und liefert nun eine Lösung, die nur unwesentlich günstiger ist als das reguläre Deutschlandticket und neben Schüler*innen auch Ehrenamtliche in der Jugendarbeit ausspart.“

Johann Janssen, Schatzmeister des Landesjugendrings, ergänzt dazu: „Die ursprüngliche Zusage eines 29-Euro-Tickets wäre eine bedeutsame Entlastung junger Menschen und ein wichtiger Schritt zur Förderung nachhaltiger Mobilität.“

Der Landesjugendring fordert die Landesregierung dringend auf, ihre Pläne auszuweiten und die im Koalitionsvertrag versprochene Umsetzung eines 29-Euro-Tickets endlich voranzubringen. Es sei essenziell, dass jungen Menschen Zugang zu günstiger Mobilität haben, um ihren Ausbildungs- oder Dienstplatz, ihre Schule oder die Orte außerschulischer Bildung zu erreichen und am sozialen Leben teilnehmen zu können, ohne dabei in finanzielle Not zu geraten.

„Wir rufen die Verantwortlichen in der Landesregierung dazu auf, die Lebensrealität junger Menschen ernst zu nehmen und das gesellschaftliche Engagement nicht mit einer solch geringen Entlastung abzuspeisen. Ein tatsächlich bezahlbares Deutschlandticket für 29 Euro wäre eine Investition in die Zukunft und ein klares Signal der Wertschätzung“, schließt Johann Janssen.

Der Landesjugendring Niedersachsen betont in diesem Zusammenhang seine Unterstützung für die Forderung des Deutschen Bundesjugendrings zur bundesweiten entgeltfreien Nutzung des ÖPNV für ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der Kinder und Jugendarbeit, die Inhaber*innen einer gültigen Jugendleiter*innencard (Juleica) sind. Hierzu sind die derzeitigen Leistungen des „Deutschland-Tickets“ in die Juleica zu integrieren und von Bund und Ländern dauerhaft und vollständig zu finanzieren.

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

Ansprechpartnerin Presse:

Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Rebekka Reinhold (Referentin für Jugendarbeit und Jugendpolitik) Zeißstraße 13
30519 Hannover

Tel.: 0511 519 451 14 E-Mail: presse@ljr.de www.ljr.de

Ansprechpartner Inhalt:

Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Adrian Schiebe (kommissarischer Geschäftsführer) Zeißstraße 13
30519 Hannover

Tel.: 0511 519 451 13 E-Mail: schiebe@ljr.de www.ljr.de

Am Freitag, den 20.06.2025, lud Ministerpräsident Olaf Lies zum Sommerfest für ehrenamtlich engagierte Jugendliche in der Jugendarbeit ein. Die Veranstaltung, organisiert durch die Niedersächsische Staatskanzlei in Kooperation mit dem Landesjugendring Niedersachsen e.V., bot rund 100 jungen Menschen die Gelegenheit, im Gästehaus der Landesregierung und im angrenzenden Garten mit hochrangigen Politiker*innen aus Niedersachsen ins Gespräch zu kommen.

Im Zentrum des diesjährigen Sommerfestes stand das Thema „Zukunftsinvestition in die Jugend“. Die Bedeutung dieses Themas hob Ministerpräsident Lies in seiner Begrüßungsrede hervor. „Die vielen jungen Menschen, die sich ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagieren, tragen Tag für Tag zu einem solidarischen und demokratischen Miteinander in Niedersachsen bei. Das ist ein ganz wichtiger Beitrag, damit wir als Gesellschaft beieinanderbleiben. Mit dem Sommerfest sagen wir Danke – für 15 Millionen Stunden Engagement jedes Jahr, für Verantwortung, Kreativität und Einsatzbereitschaft.“

Neben dem Ministerpräsidenten nahmen auch Sozialminister Dr. Andreas Philippi und Marco Hartrich, Staatssekretär im Niedersächsischen Kultusministerium an dem Fest teil. Auch die Landtagsabgeordneten Veronika Bode (CDU), Heike Koehler (CDU), Marten Gäde (SPD) und Swantje Schendel (B90/Die Grünen) anwesend. In intensiven und persönlichen Gesprächen zeigten sie sich interessiert an den Perspektiven und Erfahrungen der jungen Engagierten.

In ihren Begrüßungsworten unterstrichen Regina Gehlisch, Vorstandssprecherin des Landesjugendrings, und Johann Janssen, Schatzmeister des Landesjugendrings, die zentrale Bedeutung einer nachhaltigen und verlässlichen Finanzierung der Jugendarbeit – insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell laufenden Novellierung des Jugendförderungsgesetzes. Regina Gehlisch betont: „Mit der anstehenden Novellierung des Jugendförderungsgesetzes bietet sich jetzt die Chance, Jugendarbeit zukunftsfest zu gestalten. Jugendarbeit ist unverzichtbar, um junge Menschen zu stärken und so den gesellschaftlichen Zusammenhalt nachhaltig zu fördern.“

Das Sommerfest bot den Jugendlichen nicht nur die Möglichkeit, sich mit Entscheidungsträger*innen über wichtige gesellschaftliche Themen auszutauschen, sondern auch, neue Kontakte zu knüpfen und sich gegenseitig über ihre vielfältigen Projekte und Initiativen zu informieren.

Der Landesjugendring Niedersachsen dankt allen Teilnehmenden und Organisator*innen für das gelungene Fest und freut sich darauf, die Anliegen der Jugend auch in Zukunft gemeinsam mit der Landesregierung und dem Landtag voranzubringen.

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

Ansprechpartner:

Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Rebekka Reinhold (Referentin für Jugendarbeit und Jugendpolitik)
Zeißstraße 13
30519 Hannover

Tel.: 0511 519 451 14 E-Mail: presse@ljr.de www.ljr.de

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Trotz der beschlossenen milliardenschweren Investitionen im Rahmen der Haushaltsklausur 2025 bleibt die niedersächsische Landesregierung zentrale jugendpolitische Impulse schuldig. Die vorgestellten Maßnahmen konzentrieren sich erneut nahezu ausschließlich auf schulische Bildung, wirtschaftliche Entwicklung und infrastrukturelle Themen. Die nachhaltige Finanzierung jugendpolitischer Themen sucht man vergeblich.

Mit dem Ausbau des ÖPNV im ländlichen Raum und den 200 Millionen Euro für „sozialen Klimaschutz“ werden zwar zwei Maßnahmen genannt, die aus Perspektive des Landesjugendrings zu begrüßen sind. „Beide Maßnahmen können besonders jungen Menschen zu Gute kommen. Von den Investitionen in den sozialen Klimaschutz müssen insbesondere auch die Jugendbildungsstätten in Niedersachsen profitieren.“, so Nils Lüking, Vorstandssprecher des Landesjugendring Niedersachsen.

Obwohl Bildung als Schwerpunkt der Investitionen benannt wird, beschränken sich die konkreten Maßnahmen weitgehend auf den schulischen Bereich. Eine ganzheitliche Bildungsperspektive, die auch Bildungsangebote der Jugendverbandsarbeit mitdenkt, fehlt weiterhin. Hier braucht es eine dauerhafte Stärkung der bestehenden Strukturen, die bereits jetzt unter großem finanziellen Druck stehen. Mit vergleichsweise geringem Mitteleinsatz erzielt die Jugendverbandsarbeit eine nachhaltige Wirkung für unsere Gesellschaft. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Bildung, ehrenamtliches Engagement und soziale Teilhabe junger Menschen wichtiger denn je sind, braucht es eine stärkere Anerkennung und verlässliche Förderung dieser Strukturen.

„Jugendliche brauchen Räume und Möglichkeiten, um sich einzubringen und Gesellschaft mitzugestalten“, betont Ann-Marie Reimann, Vorstandsmitglied im Landesjugendring. „Die Haushaltsplanung sollte dies widerspiegeln, nicht nur durch Worte, sondern auch durch konkrete finanzielle Mittel und Maßnahmen.“

Zukunft entsteht dort, wo junge Menschen Raum zur Entfaltung, Beteiligung und Bildung erhalten, auch jenseits formaler Bildungseinrichtungen. Die Landesregierung muss endlich verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für die Jugendverbandsarbeit schaffen und jugendpolitische Anliegen dauerhaft im Haushalt verankern.

Hintergrundinformationen:

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19 landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen. Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

Ansprechpartner:

Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Rebekka Reinhold (Referentin für Jugendarbeit und Jugendpolitik) Zeißstraße 13
30519 Hannover

Tel.: 0511 519 451 14 mobil: 0152 07204612 E-Mail: reinhold@ljr.de www.ljr.de

Der Landesjugendring Niedersachsen begrüßt die von der Landesregierung initiierte
Bundesratsinitiative zur Anerkennung von Angeboten der Jugendarbeit als
rechtsanspruchserfüllende Leistungen im Rahmen der Ganztagsförderung für
Grundschulkinder. Diese Initiative stellt einen wichtigen Schritt zur Planbarkeit der
Ganztagsförderung auch in den Ferienzeiten dar und berücksichtigt die bewährten Strukturen
der Jugendarbeit vor Ort.

„Es ist erfreulich, dass die Landesregierung die Bedeutung der Ferienmaßnahmen seitens der
Jugendarbeit anerkennt. Die vielfältigen Angebote der Jugendverbände und der kommunalen
Jugendarbeit tragen wesentlich zur ganzheitlichen Entwicklung von Kindern bei. Sie sind
etabliert und greifen auf Erfahrung zurück, die durch die derzeitige Einschränkung in der
Umsetzung des Ganztagsanspruchs verloren zu gehen drohen. Zur Planbarkeit gehört aber
auch, dass Erlasse frühzeitig erstellt und kommuniziert werden, hier muss die Kultusministerin
dringend nachsteuern und den überarbeiteten Erlass zur Ganztagsschule vorlegen“, erklärt Nils
Lüking, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen.
Die Bundesratsinitiative sieht vor, die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der
künftige Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung während der Ferienzeiten mit den vielfältigen
Angeboten der Jugendarbeit im Sinne des § 11 SGB VIII erfüllt werden kann. Dabei sollen die
Besonderheiten und individuellen Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt werden.
Allerdings warnt der Landesjugendring davor, die Anerkennung der Jugendarbeit im Rahmen
der Ganztagsförderung als Vorwand für Kürzungen bei der kommunalen Jugendförderung zu
nutzen. „Es darf nicht dazu kommen, dass Mittel aus der Jugendförderung umgeschichtet
werden, um den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung zu erfüllen. Stattdessen müssen
insgesamt mehr Mittel für die Jugendhilfe bereitgestellt werden“, betont Lüking.
„Die Jugendarbeit leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Bildung und
Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen. Ihre Angebote sollten daher nicht
nur anerkannt, sondern auch angemessen finanziert werden“, so Johann Janssen, Schatzmeister
des Landesjugendrings Niedersachsen.

Der Landesjugendring Niedersachsen appelliert an Bund, Länder und Kommunen, die
notwendigen finanziellen Mittel bereitzustellen sowie dringend benötigte verlässliche Rahmen
zu setzen, um sowohl den Ausbau der Ganztagsbetreuung als auch die Stärkung der
Jugendarbeit sicherzustellen. Nur so kann gewährleistet werden, dass alle Kinder und
Jugendlichen qualitativ hochwertige Bildungs- und Betreuungsangeboten erleben dürfen.

Hintergrundinformationen:
Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. ist der Zusammenschluss der 19
landesweit organisierten niedersächsischen Jugendverbände. Er vertritt die
Interessen von ca. 80 einzelnen Jugendverbänden und etwa 200 kommunalen
Jugendringen sowie die Interessen der jungen Menschen in Niedersachsen.
Ferner unterstützt der LJR das ehrenamtliche Engagement von 50.000
Jugendleiter*innen in der Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen.

Ansprechpartner:
Landesjugendring Niedersachsen e.V.
Adrian Schiebe (Referent für jugendpolitische Grundsatzfragen)
Zeißstraße 13
30519 Hannover
Tel.: 0511 519 451 13
E-Mail: schiebe(at)ljr.de
www.ljr.de

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