Abschluss von Vereinbarungen

Beim Abschluss von Vereinbarungen sollte auf jeden Fall auf folgende Dinge geachtet werden:

 

  • Die Vereinbarung muss um eine örtlich sinnvolle Formulierung zur Kostenerstattung ergänzt werden (Siehe Nr. 4 der Mustervereinbarung). Dabei geht es nicht um die Kosten für die Beantragung des Führungszeugnisses (Ehrenamtliche können eine Gebührenbefreiung beantragen), sondern um die Handlingkosten, die den Trägern entstehen (Verwaltungskosten, Porto für Versand von Führungszeugnissen, ggf. Fahrtkosten…). Dies kann eine pauschale Regelung sein (z.B. 30 Euro pro eingesehenem Führungszeugnis)
  • Überprüft, ob ihr die richtige Vereinbarung abschließt - es gibt zwei verschiedene Mustervorlagen.
  • Wer das Kindeswohl wirklich schützen will, belässt es nicht bei Vereinbarungen zum Einsatz erweiterter polizeilicher Führungszeugnisse, sondern verknüpft dies mit einem kommunalen Präventionskonzept, das gemeinsam von freien und öffentlichen Trägern entwickelt und ausgestaltet werden sollte. Informiert euch beim Jugendamt, ob es vor Ort ein solches Konzept gibt bzw. wie ihr an der Erarbeitung mitwirken könnt.
  • Die Träger der Jugendarbeit sollten eigene Präventions- und Qualifikationskonzepte entwickeln, die auch eine Selbstverpflichtungserklärung und eine "Notfall-Kette" umfassen. Untergliederungen der Jugendverbände sollten sich diesbezüglich an ihren Landesverband wenden.