Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit

Qualifizierungsangebote

Der LJR will mit diesem Projekt den Bereich der Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit noch einmal mit verschiedenen Modulen weiter bearbeiten und durch verschiedene Impulse dazu beitragen, dass die Prävention sexualisierter Gewalt und das Erkennen von möglichen Kindeswohlgefährdungen durch die ehren- und hauptamtlich Mitarbeitenden der Jugendarbeit weiter verbessert wird. 

Neben der Einrichtung und Arbeit in einer so genannten Steuerungsgruppe sollen im Rahmen des Projekts zur „Prävention sexualisierter Gewalt in der Jugendarbeit” verschiedene Qualifizierungsmodule für ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende angeboten werden. 

So finden nun in Absprache mit unserem Kooperationspartner, dem Kinderschutzbund LV Niedersachsen, auch 2021 verschiedene Online-Workshops statt. Die Referentin wird die Dipl.-Pädagogin, Deeskalationstrainerin (GAV), Systemische Beraterin und Supervisorin (SG) sowie Traumapädagogin (DeGPT) Kerstin Rehage sein. Zielgruppe hier sind ausdrücklich auch ehrenamtlich tätige (junge) Menschen in der Jugendarbeit:

 

After-Work-Qualifizierung:

Herstellung eines verantwortungsbewussten Umgangs mit dem Thema „sexualisierte Gewalt“

am 23.02.2021 und 01.03.2021, 17:00-20:00 Uhr – online via „zoom”, Anmeldefrist: jeweils 2 Tage davor

Für viele Menschen ist das Thema „sexualisierte Gewalt” wie der berühmte „Elefant im Raum”: Alle wissen um die Möglichkeit der Existenz in der eigenen Gruppe, keine*r redet darüber. In dieser Veranstaltung geht es daher um die Frage, wie wir mit Mitgliedern unseres Verbandes oder Vereins, mit Kolleg*innen und uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen ins Gespräch über sexualisierte Gewalt kommen können, welche Schwierigkeiten dabei auftreten und welche Chancen sich dadurch entwickeln können. Neben der Entwicklung und Reflexion individueller Handlungsmöglichkeiten soll es auch um die strukturellen Bedingungen gehen, die für einen verantwortungsbewussten Umgang erforderlich sind. 

Die Veranstaltung ist auf zwei Termine aufgeteilt. Zur Teilnahme am ersten Teil sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Bei einem Einstieg beim zweiten Termin werden Grundkenntnisse im Feld „Prävention sexualisierter Gewalt” vorausgesetzt. 

 

„Grenzenlos“ oder „Los: Grenzen!“? Über den Umgang mit Grenzüberschreitungen

am 09.03.2021 und 16.03.2021, 17:00-20:00 Uhr – online via „zoom”, Anmeldefrist: jeweils 2 Tage davor

In der Arbeit mit uns anvertrauten Kindern, Jugendlichen und jungen Heranwachsenden stellt sich nicht selten die Frage, wie weit ich mit Worten, Blicken oder meinem Tun gehen kann oder wie weit die Kinder und Heranwachsenden untereinander gehen können. Gerade im Hinblick auf die verschiedenen Rollen im Verband (Mitglied, Mitglied mit Leitungsfunktion, ehrenamtlicher Vorstand, Kolleg*in, … etc.) sind die Antworten auf diese Fragen im Kontext verbandlicher Arbeit jedoch keine, die wir nur auf individueller Ebene suchen können und dürfen – es stellt sich folglich nicht nur die Frage, welche persönlichen Grenzen ich habe, sondern auch, welche rechtlichen Grenzen gelten. Damit hat die Institution selber die Aufgabe, strukturell Grenzen zu markieren und Ressourcen zur Wahrung dieser zur Verfügung zu stellen.  

In dieser zweitägigen Fortbildung beschäftigen wir uns mit der Frage, wie wir eigene Grenzen ebenso wie fremde Grenzen erkennen und wahren können und welche Rahmenbedingungen hierfür benötigt werden. Beide Seminarteile können unabhängig voneinander besucht werden, wir setzen bei Teilnehmenden des zweiten Teils jedoch eine Auseinandersetzung mit eigenen Grenzen und einer Sensibilisierung für fremde Grenzen voraus.

Ich möchte mich anmelden!

Ich möchte am Workshop am 23.02.2021 teilnehmen.

Ich möchte am Workshop am 01.03.2021 teilnehmen.

Ich möchte am Workshop am 09.03.2021 teilnehmen.

Ich möchte am Workshop am 16.03.2021 teilnehmen.

Die Teilnahmemöglichkeiten:

• Das Qualifizierungsangebot richtet sich an haupt- und ehrenamtlich tätige (junge) Menschen in den niedersächsischen Jugendverbänden und Jugendringen.

• An allen Modulen der Reihe kann, darf und soll gerne als Einzelveranstaltung und unabhängig von den anderen Modulen teilgenommen werden. Dadurch soll eine bedarfsgerechte Teilnahme ermöglicht werden!

• Informationen und Zugangsdaten für die Online-Workshops werden mit dem Versand der Teilnahmebestätigung bekannt gegeben.