Materialienhefte für Jugendarbeit

»Gender Mainstreaming bedeutet, bei allen gesellschaftlichen Vorhaben die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern von vornherein und regelmäßig zu berücksichtigen, da es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt« - so lautet die Definition des Bundesfamilienministeriums zu Gender Mainstreaming. Diese politische Leitlinie gilt es in die Gesellschaft zu integrieren. Als wesentliche Sozialisationsinstanz ist auch die Jugendarbeit aufgefordert, dazu beizutragen, Benachteiligungen, die durch das Geschlecht entstehen, abzubauen oder dafür zu sorgen, dass solchen Benachteiligungen von vorneherein der Nährboden entzogen wird.
Die Jugendarbeit in Niedersachsen braucht sich vor dieser Herausforderung nicht verstecken.

Langjährige Erfahrungen in der geschlechtsbewussten Jugendarbeit mit mädchen- und jungenspezifischen Angeboten und in der Koedukation bieten den Jugendverbänden und anderen Trägern der Jugendarbeit die Möglichkeit, auf einen breiten Erfahrungs- und Methodenschatz zurückzugreifen. Der Landesjugendring befasst sich seit 2001 mit diesem Thema. Dazu gibt es eine eigene Arbeitsgruppe, die von der Vollversammlung im Jahr 2003 beschlossen wurde.
 
Doch Gender Mainstreaming ist kein neuer Begriff für geschlechtsbewusste Pädagogik - und hat ursprünglich mit Pädagogik auch gar nichts zu tun. Der Begriff stammt vielmehr aus der Organisationsentwicklung und ist eine politische Strategie. Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass bei allen Entscheidungsprozessen geprüft wird, ob die unterschiedlichen Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern, Mädchen und Jungen ausreichend berücksichtigt werden. Doch wie kann dies in der Jugendarbeit umgesetzt werden? Ziel der Jugendarbeit ist es, dass Kinder und Jugendliche selber die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen umzusetzen, Träume zu verwirklichen und eigenverantwortlich Projekte durchzuführen - die Basis bestimmt »bottom up«, was in der Jugendarbeit »läuft«.
 
Gender Mainstreaming wendet sich zunächst an die Jugendverbandsarbeit, die dafür sorgen müsste, wie diese Maßgaben »top down« umgesetzt werden können. Wie passen diese beiden Anforderungen zusammen? Zur Implementierung von Gender Mainstreaming in den Strukturen und Inhalten der Jugendarbeit möchten wir euch in dieser Arbeitshilfe einige Tipps geben. Neben einer theoretischen Einführung stehen Praxisbeispiele, Übungen und Reflexionsmethoden im Mittelpunkt der Publikation. Sie sollen dazu beitragen, das gemeinsame Ziel zu erreichen: Gleiche Lebensbedingungen für alle jungen Menschen, unabhängig von Geschlecht, Herkunft, den finanziellen Möglichkeiten oder der Schulbildung, zu schaffen.
 
Der Dank des Landesjugendrings gilt an dieser Stelle den Mitgliedern der AG »Gender Mainstreaming«, die diese Arbeitshilfe erstellt hat.
 
Wir wünschen euch allen viel Erfolg bei der Umsetzung der Praxisbeispiele und der Implementierung von Gender Mainstreaming in euren Strukturen!


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Infos & Tipps

Kostenlos zzgl. Versandkosten, MAX. 15 Exemplare - Größere Mengen nach telefonischer Absprache!

Tipps und Schaubild „Wann muss ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis eingesehen werden?”

(Achtung: auch bei kostenlosen Broschüren berechnen wir Porto- und Verpackungskosten - siehe AGBs)


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Materialienhefte für Jugendarbeit

Die Broschüre dient als Leitfaden für die Zusammenarbeit zwischen den Jugendverbänden und den (Ganztags-)Schulen in Niedersachen zur Durchführung von
außerunterrichtlichen Ganztagsangeboten und berücksichtigt die aktuellen formalen Rahmenbedingungen, die sich u.a. aus dem Ganztagsschulerlass und der
Rahmenvereinbarung zur Kooperation zwischen Jugendverbänden und Ganztagsschulen ergeben. Weitere Informationen erhaltet ihr unter www.neXTschule.de


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Handbücher

Mit dem über 300 Seiten umfassenden Werk - von Fachleuten aus Jugendverbänden verfasst - legt der Landesjugendring Niedersachsen ein praxisbezogenes Handbuch zur Qualitätsentwicklung in der Jugendverbandsarbeit vor. Anschauliche Hinweise, was unter Qualitätsentwicklung zu verstehen ist und welche Methoden es im Hinblick auf die Entwicklung jugendverbandlicher Qualität gibt, werden durch konkrete Arbeitshilfen für den verbandlichen Alltag ergänzt.

Während der Begriff "Qualitätsentwicklung" in der öffentlichen Diskussion zur Jugendarbeit zunehmend zur Legitimation von Einsparungen der öffentlichen Hand verwendet wird, setzt dieses Handbuch auch in der politischen Debatte Eckpfeiler: Es versteht sich als ein fachlich fundiertes Plädoyer für eine selbstbestimmte Weiterentwicklung der in den Jugendverbänden bereits etablierten Konzepte zur Überprüfung und Sicherung von Qualität - und als Grundlage für den Qualitäts-Dialog mit der Politik!


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10,00 €

Praxisbücher für Jugendleiter-innen

Mit »Los geht’s vor Ort – Jugendgruppen-Arbeit, Aktionsformen und Fördermöglichkeiten« erweitert der Landesjugendring Niedersachsen sein Publikationsfeld im Bereich der praktischen Einstiegshilfen in die Jugendarbeit.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Betätigungsfelder, der Aufbau, das Umfeld und die Finanzierungsmöglichkeiten von Jugendgruppen. Die Broschüre kann besonders die Arbeit von neuen Jugendgruppen in Niedersachsen erleichtern, beispielsweise im Bereich der Migrant-inn-enjugendselbstorganisationen (MJSOen). Die vielen grundlegenden Tipps eigenen sich aber auch bestens, um die Fachkenntnisse bereits bestehender Jugendgruppen aufzufrischen.


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Mit "Los geht's" gibt der Landesjugendring leicht verständlich Antworten auf offene Fragen rund um die Voraussetzungen, formelle Rahmenbedingungen und Förderung örtlicher Jugendgruppen.

Dazu behandelt die Broschüre Prinzipien und Praxisfelder der Jugendarbeit sowie ihre Strukturen und ihre Förderung. Detailliert wird erläutert, was die gesetzlichen Grundlagen sind, was die Eckpfeiler der Jugendarbeit ausmacht (wie z.B. Ehrenamtlichkeit, Freiwilligkeit oder öffentliche Zugänglichkeit), aber auch, was keine Jugendarbeit darstellt. Darüber hinaus wird die Struktur der Jugendarbeit in Niedersachsen dargestellt. Außerdem werden Tipps und Tricks zur Gründung von Jugendgruppen gegeben und es wird über die Qualifikation für Jugendarbeit informiert.

Erstellt im Rahmen des Projektes »neXTkultur – Migration | Partizipation | Integration | Kooperation«, gefordert aus Mitteln des Landes Niedersachsen.


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