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Talk mit der Sozialministerin Daniela Behrens zum Thema „Jugendbeteiligung“ am 16.06.2022 in Hannover

22 Teilnehmende aus den Mitgliedsverbänden des ljr waren im Freizeitheim Linden mit dabei. Außerdem begleitete Annika Wartenberg vom Sozialministerium die Ministerin Daniela Behrens an diesem Abend. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Giannina Ewering (Referentin im ljr), Stefan Sievers (Vorstand ljr/ DJO) und Stephanie Heck (Vorstand ljr/ SJD-Die Falken).

Mit dem Hauptaugenmerk auf Mitbestimmung in jugendpolitischen Strukturen ging es darum sich besser kennenzulernen und sich über Themen auszutauschen, die die Jugendverbände bewegen: im Ehrenamt und in der Jugendarbeit. Die Teilnehmenden gaben einen Einblick in den Verbandsalltag, sie haben Highlights sowie Probleme benannt und natürlich jede Menge kritische Fragen gestellt. Zu Beginn wurden alle Themen gesammelt und geclustert, die den Verbandsmitgliedern auf dem Herzen lagen. Danach ging es schließlich in die Fishbowl-Diskussion, um einzelne Anliegen zu besprechen. 
 
Viele verschiedene Dinge kamen zur Sprache. Besonders häufig berichteten die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen beim Teamen von Seminaren und bei Freizeitaktivitäten mit der „JuLeiCa“. Der Austausch über und mit der Politik, die Möglichkeit der Mitbestimmung neben dem Schulalltag und das Gefühl von Selbstwirksamkeit waren ebenfalls wichtige Punkte, die angesprochen wurden. Auch die Auseinandersetzung mit der Zukunft unserer Gesellschaft, mit Umweltthemen und Perspektiven auf Ausbildungs- und Arbeitsverhältnisse waren wichtige Themen.
 
Als große Herausforderung wurde zum Beispiel das Thema „Mobilität“ im Zusammenhang mit Fahrtkosten und Fahrtzeiten aus dem ländlichen Raum diskutiert: wieso bekommen z.B. die Inhaber*innen der Ehrenamtskarte in Hannover eine Vergünstigung im ÖPNV für 365€ über das gesamte Jahr, während es kein ähnliches Angebot für die JuLeiCa gibt? Ein ganz konkreter Vorschlag in diesem Zusammenhang war die BahnCard an die JuLeiCa anzuknüpfen, welchen die Ministerin sehr begrüßte.
 
Auch die Förderstrukturen in der Jugendarbeit, die nicht immer leicht zugänglich sind für junge Menschen, sowie intakte Verwaltungsstrukturen wurden kritisch von den Teilnehmenden begutachtet. „Verwaltungsarbeit macht Ehrenamt unattraktiv!“ – hierfür muss es ausreichend Personal geben, welches derzeit fehlt, damit die Ehrenamtsarbeit gelingt. Wenn es um Wissen und Transparenz im „Beteiligungsmanagement“, den Entscheidungsstrukturen und der Zusammenarbeit zwischen Ministerium, Gesetzgebung und kommunaler Verwaltung geht, sehen die Verbandsmitglieder eine Leerstelle in der Beteiligung von Jugendlichen. Die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt muss in Zukunft abgesichert werden. Außerdem galt die Forderung, die seit Jahren in den Jugendverbänden thematisiert wird, auch am heutigen Abend: „Wahlaltersenkung! Wählen ab 16!“ 
 
Es war eine erfolgreiche Veranstaltung, bei der die Teilnehmenden aus den Jugendverbänden und die Sozialministerin deutlich gemacht haben, dass langfristige und nachhaltige Jugendstrukturen und der persönliche Austausch ein gutes Mittel für Beteiligung junger Menschen sind. Wir freuen uns, dass die Teilnehmenden engagiert dabei waren, Freude an der gemeinsamen Diskussion hatten und natürlich freuen wir uns auch auf die nächste Veranstaltung in ähnlichem Rahmen!