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Neue Corona-Verordnung mit Lockerungen für die Jugendarbeit

heute wurde eine neue Fassung der Corona-Verordnung veröffentlicht. Diese ist nun komplett neu sortiert und fasst die einzelnen Regelungen stärker zusammen. Für die Jugendarbeit erhält sie wesentliche Veränderungen.

Generell müssen bei allen Veranstaltungen die üblichen Hygieneregeln beachtet & ggf. ein entsprechendes Konzept entwickelt werden (s.u.).

Ohne Abstandsgebot dürfen durchgeführt werden:

  • Freizeiten, Seminare und andere Veranstaltungen mit Übernachtungen (§ 5 (4)) dürfen nun mit maximal 50 Personen durchgeführt werden. Ein Hygienekonzept muss erstellt und umgesetzt werden. Zwischen den Mitgliedern der Gruppe gilt keine Abstandsregelung. Entsprechend dürfen solche Gruppen auch in Jugendherbergen, Jugendbildungsstätten und Campingplätzen untergebracht werden (§9 (2)).
  • Gruppenstunden und Veranstaltungen in festen Jugendgruppen dürfen ebenfalls mit bis zu 50 Personen stattfinden. Auch hier gelten keine Abstandsreglungen. Außerdem ist nicht länger notwendig, dass eine pädagogische Fachkraft oder ein-e Juleica-Inhaber-in die Gruppe leiten muss (§ 19).

Mit Abstandsgebot dürfen durchgeführt werden:

  • Bei Angeboten mit wechselnden Teilnehmenden, wie bspw. offenen Angeboten (Jugendtreffs, Komm- und Gehangebote) dürfen ebenfalls 50 Personen teilnehmen, hier sind aber die Abstandsgebote einzuhalten (§ 19).
  • Für Tagesveranstaltungen der Jugendbildung (§ 18) gelten weiterhin keine maximale Gruppengrößen, hier gelten die bekannten Abstandsregelungen, die dann zu einer Begrenzung auf Grund der Raumkapazitäten führen. Selbiges gilt auch für Zusammenkünfte in Vereinen (§24 (3)).
  • An Kulturveranstaltungen dürfen bis zu 500 Personen teilnehmen – allerdings müssen die Personen sitzen und die entsprechenden Abstände einhalten – denkbar ist also z.B. ein Open-Air-Kino, eine Theater-Aufführung o.ä.m. (§ 24 (2)).

Hygiene-Regelungen

Wir überarbeiten zeitnah unser Hygienekonzept und stellen es voraussichtlich spätestens am Dienstag auf www.ljr.de/grundlagen/corona/hygienekonzept.html zur Verfügung. Wir bitten um Verständnis dafür, dass wir etwas Zeit benötigen.

Bei der Durchführung von Maßnahmen mit Übernachtung sind die Träger nun nicht mehr an dieses Konzept gebunden, sondern können eigene Konzepte entwickeln – ggf. in Abstimmung mit den Beherbergungsbetrieben.

Politische Einschätzung

Wir freuen uns, dass es in wesentlichen Bereichen gelungen ist, Verbesserungen für die Jugendarbeit zu erreichen – dafür möchten wir uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben: Landtagsabgeordnete, Mitarbeiter-innen der Ministerien und der Staatskanzlei, viele ehren- und hauptamtliche Mitarbeitende der Jugendarbeit und Träger der Jugendarbeit, die gemeinsam mit uns in den letzten Wochen immer wieder angemessene Regelungen für die Jugendarbeit angemahnt haben.

Wir kritisieren aber auch, dass die Regelungen viel zu spät kommen: Wir wissen, wie viel Zeit & Energie viele Engagierte in den letzten Wochen investiert haben, um auch unter schlechten Voraussetzungen, Freizeit-Angebote für junge Menschen in den Sommerferien zu organisieren. Wir hoffen, dass die neuen Regelungen es an einigen Stellen ermöglichen, Angebote nun auch mit mehr Teilnehmenden durchzuführen.

Sehr frühzeitig haben wir die politischen Entscheidungsträger-innen darauf hingewiesen, dass es für die Sommerferien Planungssicherheit braucht – die haben die Träger bislang leider bislang nicht gehabt. Den Trägern der Jugendarbeit kann nicht die Verantwortung dafür gegeben werden, wenn es in den Sommerferien nicht ausreichend Freizeit- und Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche in Niedersachsen gibt.