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Gemeinsam Jugendarbeit ausbauen

Sechs überdimensionale Lego-Steine hat der Vorstand des Landesjugendring Niedersachsen e.V. gestern zu seinem Antrittsbesuch bei der Niedersächsischen Jugend- und Sozialministerin Dr. Carola Reimann und ihrem Staatssekretär Heiger Scholz mitgebracht.

Die Bausteine symbolisierten sowohl die vorhandene Basis der Jugendarbeit in Niedersachsen als auch die Ausbaupotenziale. Das ehrenamtliche Engagement von über 50.000 Jugendleiter-innen und die gelebte Beteiligungskultur und -möglichkeit in den und durch die Mitgliedsverbänden des Landesjugendrings beeindruckten die Ministerin sichtlich und sie unterstrich die hohe Bedeutung der Selbstwirksamkeitserfahrung, die junge Menschen dadurch machen könnten und die identitätsbildend sei.

Vorstandssprecher Jens Risse hob die jahrzehntelange vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ministerium und Landesjugendring hervor, die eine wichtige Grundlage dafür sei, die Jugendarbeit in Niedersachsen zeitgemäß zu gestalten und neue Impulse zu setzen. Die Themenpalette, die vom Landesjugendring – auch mit Unterstützung des Ministeriums – abgedeckt werde, bilde die Vielfalt der Lebenssituation junger Menschen ab. Der Vorstand brachte seine Freude zum Ausdruck, dass der Koalitionsvertrag die Verlängerung des Förderprogramms Generation³ über das Jahr 2019 hinaus vorsieht, brachte aber auch seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Projekte neXTqueer und neXTmosaik über das Jahr 2018 hinaus fortgeführt werden könnten.

Als zentralen Baustein für die qualitative Weiterentwicklung der Jugendverbandsarbeit in Niedersachsen hat der Vorstand die Erhöhung der Bildungsmittel um 2 Mio Euro nach dem Jugendförderungsgesetz und den Erhalt des Gesetzes als modernes Leistungsgesetz für die Arbeit der Jugendverbände vorgestellt. „1992 haben die Jugendverbände einen Landeszuschuss der dem heutigen Wert von 15 Euro pro Tag und Teilnehmenden entspricht, bekommen – aktuell sind es gut 8 Euro.“ machte Jens Risse deutlich. Carola Reimann unterstrich, dass ihr die Qualität der Arbeit der Jugendverbände bekannt und wichtig sei und diese auch in Zukunft gefördert werden sollen. Daher habe sie in ihren Haushaltsplanentwurf für die kommenden Jahre auch den Mehrbedarf für die Förderung der Jugendverbände aufgenommen; noch liefen die Gespräche mit dem Finanzministerium und letztlich müsse das Parlament entscheiden.

Nach dem Gespräch zog Vorstandssprecherin Ute Neumann ein positives Fazit: „Carola Reimann hat deutlich gemacht, dass ihr die Unterstützung der Jugendverbandsarbeit ein wichtiges Anliegen ist und sie mit dem LJR vertrauensvoll zusammenarbeiten möchte. Wir freuen uns auf den weiteren gemeinsamen Dialog.“