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Die Juleica als Fahrschein für den ÖPNV?

Der Presse war am Wochenende zu entnehmen, dass sich die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag für eine bessere Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements einsetzen möchte. U.a. wurde in dem Presseartikel benannt, dass Inhaber-innen der Ehrenamtskarte kostenlos den ÖPNV nutzen können sollen. Diese Überlegungen begrüßt der Landesjugendring grundsätzlich sehr. Allerdings fordert der LJR, bei den Bemühungen um eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements die Juleica nicht zu vergessen.

Die Juleica ist nicht nur ein Instrument der Wertschätzung für das Engagement junger Menschen, sondern auch für deren Qualifikation: In einer mindestens 50-stündigen Ausbildung haben sie sich mit all den Themen befasst, die sie brauchen, um eigenverantwortlich Jugendgruppen leiten zu können, und tun dies mit großem Einsatz. In keinem anderen Bundesland gibt es so viele Juleica-Inhaber-innen wie in Niedersachsen. Die Juleica ist DAS Aushängeschild für qualitativ hochwertige Jugendarbeit und mit einem positiven Image bei jungen Menschen versehen. Daher wäre es nach Auffassung des LJR ein Zeichen der geringeren Wertschätzung von Engagement in der Jugendarbeit, wenn Juleica-Inhaber-innen zusätzlich die Ehrenamtskarte beantragen müssten, um Vergünstigungen zu erhalten, obwohl sie bereits die Juleica als amtlichen Engagement-Ausweis besitzen.

Gerade das gesellschaftliche Engagement junger Menschen ist eine wichtige biographische Weichenstellung: Wer sich als junger Mensch engagiert, tut dies mit großer Wahrscheinlichkeit auch im späteren Leben.

Darüberhinaus fordert der Landesjugendring die Einführung eines landesweiten Jugendtickets.