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„Aus der Vergangenheit lernen – Verantwortung für die Zukunft übernehmen“

Am 09.05.2019 wurde die Ausstellung „25 Jahre Jugend(verbands)arbeit an der Gedenkstätte Bergen-Belsen“ feierlich eröffnet.

In ihrer Eröffnungsrede würdigte Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta das langjährige Engagement des Landesjugendring Niedersachsen e.V (LJR) mit seinen Mitgliedsbänden und der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Die gemeinsame Arbeit für die Jugendworkcamps gehöre unverzichtbar zu einer lebendigen Erinnerungskultur in Niedersachsen. Dr. Yvonne Koch, ebenfalls Schirmherrin der Ausstellung, betonte in ihren schriftlichen Grußworten, die zu diesem Anlass verlesen wurden, die Bedeutung, die Vergangenheit zu kennen, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft gestalten zu können. 

Gesa Lonnemann, Fachvorstand „Erinnerungsarbeit & gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit im LJR, bekräftigte, wie wichtig es sei, aus der Geschichte zu lernen und seine Augen nicht vor aktuellen Menschenrechtsverletzungen, Diskriminierungen und Gewalt zu verschließen. 

Mit der Ausstellung soll die Erfolgsgeschichte der internationalen Jugendbegegnung des IWC vorgestellt werden. Dabei wird Bezug auf die Entwicklungen der letzten 25 Jahre genommen und es werden Fragen für die Zukunft des Projekts in Bezug auf interkulturelle Erinnerung gestellt.

1991 begannen die Verbände des Landesjugendring Niedersachsen e.V. auf Initiative der Gewerkschaftsjugenden und des CVJMs die aktive Erinnerungsarbeit an der Gedenkstätte Bergen-Belsen. Schon vier Jahre später fand das erste Internationale Jugendworkcamp Bergen-Belsen (IWC) statt. Die Jugendverbände des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. wollten kein Gras über die Geschichte des Ortes Bergen-Belsens wachsen lassen und nahmen sich gemeinsam mit internationalen Partner-inne-n der Freilegungsarbeiten der ehemaligen Lagergebäude an. Aus diesen Anfängen ist ein kontinuierliches Projekt gewachsen, sodass seither einmal im Jahr junge Menschen aus verschiedenen Nationen zusammenkommen, um aus der Vergangenheit zu lernen, gemeinsam Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen. In den letzten 25 Jahren waren in diesem Zusammenhang über 1.300 Jugendliche aus 15 verschiedenen Ländern zu Gast. Somit prägte die Verbandsjugend nachhaltig das Gesicht der Gedenkstätte und die Erfahrungen, die die jungen Menschen hier machen, prägen diese für ihre Zukunft.

Die Ausstellung ist noch sechs Wochen lang, bis Anfang Juli, in der Gedenkstätte Bergen-Belsen zu besichtigen. Weitere Informationen zur Anfahrt sind unter bergen-belsen.stiftung-ng.de/de/ihr-besuch/ zu finden.