ENE, MENE, MUH UND... - … raus bist du?!

So lautete das etwas provokante Motto der feier-abend-gespräche des Landesjugendrings, die in diesem Jahr vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert wurden. Gleich in seiner Begrüßung der über 100 Gäste machte der BDKJ-Landesvorsitzende Hannes Nieland deutlich, dass es den Jugendverbänden genau um das Gegenteil geht: In ihrer Vielfalt bieten Jugendverbände Angebote für alle jungen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, sozio-ökonomischer Situation der Familien oder von etwaigen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Integration und Inklusion junger Menschen.

Sozialministerin Cornelia Rundt stellte die Flüchtlingssituation in den Mittelpunkt ihres Grußwortes und lobte das Engagement, mit dem die Jugendverbände sich in der aktuellen Lage einbringen – beispielsweise durch Angebote in Erstaufnahmeeinrichtungen. Doch auch darüber hinaus machte die Ministerin deutlich, dass die Jugendverbände und ihr Engagement sowie ihre Forderungen wichtig sind!

Ruben Eick, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings, unterstrich schließlich in seinem Grußwort, dass sich die Jugendverbände ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bei der Integration junger Geflüchteter bewusst seien und ein breites Erfahrungsspektrum in der Antirassismus-, Demokratie- und Integrationsarbeit mitbringen. Angesichts der anstehenden Herausforderungen sei es aber auch wichtig, dass sich die Politik auf allen Ebenen bewusst werde, dass hierfür zusätzliche finanzielle Mittel notwendig sind.

Eine Gießkanne lang reden

Eine Gießkanne war schließlich der ungewöhnliche Zeitmesser bei den Grußworten der jugendpolitischen Sprecher-innen: Nur solange das Wasser aus der Gießkanne lief, durften die Vertreter-innen der Fraktionen sagen, was sie zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit tun wollen.

Drum herum blieb genug Zeit für den geselligen Austausch und das Kennenlernen von verschiedenen aktuellen Projekten des BDKJ und des Landesjugendrings.

Starke Worte für Integration

Auch Poetry-Slammer Sven Stickling griff mit viel Humor die Integrations-Thematik in seinen Wortspielen auf und zog damit die Gäste in seinen Bann. In seiner mit Wortwitzen gespickten Geschichte über das neue »Multifunktions-Tool« im Werkzeugkeller griff er die Ängste der anderen Werkzeuge auf: »Werden wir jetzt alle überflüssig?«

Einzig der alkoholisierte Verdünner musste bei dem Wort »überflüssig« kichern.»Ich habe eine Idee«, sagte nun der Pinsel, dick auftragend. »Warum freuen wir uns nicht einfach, dass jemand Neues da ist?« »Pinsel hat Recht. Vielleicht sollten wir alle zusammen was unternehmen. Wir brauchen ein gemeinsames Projekt«, sagte eine überdrehte Schraube, relativ locker. »Voll scharf«, rief das Cutter. Stumpf.

So stellten die Werkzeuge schließlich erleichtert fest, dass das Multifunktions-Tool sie keineswegs arbeitslos macht, sondern eine sinnvolle Ergänzung bei dem anstehenden Bau der Gartenhütte ist.    

Beim improvisierten Text, für den sich die Gäste Worte wünschen durften wie »Teilchenbeschleuniger«, erschuf der Poetry-Slammer Horst und Gerda und abermals einige Lacher...

Horst lud seinen neuen Freund zum Bäcker ein und kaufte für beide etwas Süßes. Er bestellte zwei Teilchen. Die Bedienung Michelle war sehr schnell. Viele nannten sie einfach nur den Teilchen-Beschleuniger.