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Vom Antrag bis zur neuen Juleica in 14 Tagen

Gerade einmal zwei Wochen hat es im Januar 2010 durchschnittlich gedauert, bis eine online beantragte Juleica fertig gedruckt im Briefkasten der Jugendleiterin bzw. des Jugendleiters lag.

Ein Jahr nach dem Beginn der Trägererfassung und neun Monate nach dem Start des Online-Antragsverfahrens zieht der Landesjugendring Niedersachsen eine durchweg positive Bilanz der Umstellung des Juleica-Antragsverfahrens in Niedersachsen.

Knapp 9.500 Jugendgruppen und Kreisverbände wurden bislang von den niedersächsischen Jugendverbänden und Jugendämtern in der Datenbank für die Antragstellung erfasst – ein Aufwand, der sich gelohnt hat: Jugendleiterinnen und Jugendleiter, die bei der Antragstellung problemlos ihre Jugendgruppe finden, erhalten ihre Juleica so in kürzester Zeit.

Deutlich länger dauert es hingegen, wenn die örtliche Jugendgruppe nicht in der Datenbank hinterlegt wurde und die Jugendleiter-innen den Antrag mit der Funktion „ich konnte meinen Träger nicht finden” an eine selbsteingetragene E-Mail-Adresse versenden. Dann ist, so die Beobachtung in den vergangenen Monaten, die Gefahr groß, dass der Juleica-Antrag nur über Umwege die bzw. den richtige-n Ansprechpartner-in erreicht oder ganz verloren geht. „Wenn die Jugendleiter-innen den Kurs absolviert haben, wollen sie anschließend auch schnell die Juleica erhalten; die Träger, für die die Jugendleiter-innen aktiv sind, können mit der Datenbankpflege den entscheidenden Beitrag leisten, dass ihre Jugendleiter-innen schnell an die Juleica kommen und ihnen dadurch die notwendige Wertschätzung ihres Engagements zuteilwird” so Steffen Stubenrauch aus dem Vorstand des Landesjugendrings.

Doch nicht nur die kürzere Bearbeitungsdauer ist für den Landesjugendring Niedersachsen ein großer Pluspunkt für die das neue Verfahren, sondern auch der geringere Arbeitsaufwand und die Kostenreduzierung. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Träger loben das Online-Antragsverfahren als schnell, entbürokratisierend sowie zeit- und kostensparend. 

Auch die Qualitätsprüfung der Juleica-Ausbildung wird dadurch verbessert: Konnte früher jede-r, der für eine Jugendgruppe Verantwortung getragen hat, den Juleica-Antrag unterzeichnen und die vorhandene Qualifikation bescheinigen, ist nun klar geregelt, wer für den jeweiligen Jugendverband die Juleica-Anträge verantwortlich prüfen kann.

Der Landesjugendring Niedersachsen e.V. hat die Einführungsphase intensiv begleitet und mit zahlreichen Schulungsveranstaltungen, durch individuelle Beratung der Mitarbeiter-innen und durch Publikationen alle Träger der Jugendarbeit in Niedersachsen für das neue Verfahren qualifiziert. Ab sofort hat das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie wieder die Zuständigkeit für die organisatorische Abwicklung des Antragsverfahrens übernommen. Für inhaltliche Fragen ist auch weiterhin der Landesjugendring als Landeszentralstelle tätig.

Exklusiv für die niedersächsischen Jugendleiter-innen ist mit der Juleica nun noch ein weiterer Anreiz verbunden: Ihnen steht mit myjuleica.de eine bundesweit einmalige medienpädagogische Community zur Verfügung, die auf die Bedürfnisse von Jugendleiterinnen und Jugendleitern zugeschnitten ist und durch zahlreiche Tools die ehrenamtliche Jugendarbeit unterstützt.