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Talk, Twitter und Theater beim Sommerfest des Ministerpräsidenten

Anerkennung für 150 ehrenamtliche Jugendliche beim Sommerfest des Ministerpräsidenten

„Es ist schön, das Gefühl zu haben, dass ehrenamtliche Arbeit anerkannt wird. Ich habe mich über die Einladung zum Sommerfest sehr gefreut” meinte Lars-Daniel Hegemann (21) von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen (aejn).

Auch in diesem Jahr lud Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) rund 150 jugendliche Ehrenamtliche zum „Sommerfest für ehrenamtlich tätige Jugendliche”  ins Gästehaus der Landesregierung ein. Am Freitag, dem 05. Juni 2009 wurde den aus ganz Niedersachsen angereisten Jugendlichen stellvertretend für die 50.000 engagierten Jugendleiter-innen in lockerer Atmosphäre eine öffentliche Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit zuteil.  
In seiner Rede dankte der Ministerpräsident den Jugendlichen für ihr ehrenamtliches Engagement und sprach ihnen seine Anerkennung für ihren Einsatz aus. Er betonte, dass trotz der Milliardenmindereinnahmen durch die Finanzkrise an der Jugendarbeit nicht gespart werden dürfe.

Neben Ministerpräsident Christian Wulff standen auch die Ministerinnen Mechthild Ross-Luttmann und Elisabeth Heister-Neumann sowie die Minister Uwe Schünemann, Hartmut Möllring und Hans-Heinrich Ehlen und die jugendpolitischen Sprecher-innen aller im Landtag vertretenen Fraktionen für Fragen und Anregungen der Jugendlichen zur Verfügung. Diese thematisierten in den Gesprächen vor allem Bereiche wie die Rahmenbedingungen für Jugendarbeit in Niedersachsen, die Förderung des Ehrenamts und die Studiengebühren. „Das Sommerfest ist eine gute Gelegenheit, mit Politikerinnen und Politikern ins Gespräch zu kommen und den Ministerpräsidenten trifft man nicht alle Tage”, so Matthias Kurschat (23) von der aejn. Friedrich Laatz (26) vom Jugendumweltnetzwerk JANUN ergänzt: „Unser Anliegen war es, mit Herrn Wulff über die Anerkennung der non-formalen Bildungsarbeit zu sprechen, die wir Jugendverbände leisten. Meistens wird bei Bildungsarbeit nur an Schulbildung gedacht. Unser wichtiger Beitrag zu einer umfassenden Bildung, wird oft nicht wahrgenommen”

Diese Anliegen wurden auch in der „Twitteraktion” im Rahmen des Sommerfestes deutlich: Die anwesenden Jugendlichen begleiteten das Sommerfest medial und platzierten direkt Eindrücke aus dem Garten des Gästehauses live und zeitnah auf einem Twitteraccount. Jugendliche aus der eigenen Jugendgruppe, dem Jugendverband konnten diesen Account verfolgen und von außerhalb Fragen an die Gäste und Politiker-innen stellen. Dabei wurden sie von den Multimediamobilen der niedersächsischen Landesmedienanstalt begleitet, die im Rahmen der Kooperation „neXTmedia - Medienkompetenz in der Jugendarbeit” des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. für Qualifikationsmodule sorgen.

Frank Ahrens, Vorstandssprecher des Landesjugendrings Niedersachsen, stellte in seiner Rede die hohe Bedeutung der Unterstützung und Förderung der Jugendarbeit für die zukünftige Gesellschaft gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten heraus und betonte: „Wir als Landesjugendring freuen uns sehr, dass wir nach regelmäßigen, konstruktiven Gesprächen mit dem Sozialministerium in diesem Jahr mit einem ganzen Bündel an Initiativen und Maßnahmen an den Start gehen konnten. Die Wiedereinführung des Verdienstausfalls, unser Zukunftsprogramm ’neXT2020’ oder auch die ’neue’ Juleica sind nur einige Beispiele dafür.”

Für den kulturellen Rahmen sorgten erneut die Absolvent-inn-en des Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur (FSJ-Kultur), welches seit 2001 von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (LKJ) realisiert wird. Sie zeigten einen Ausschnitt aus ihrer selbstentwickelten Kostüm- und Theaterperformance unter dem Motto „Heimat. Eine Deutschlandreise in Worten, Bildern und Klängen” und untermalten die Veranstaltung mit einem dazugehörigen Musikprogramm. Darüber hinaus begeisterten Martin Riedel und Nemo Sonko mit einer Jonglage-Darbietung.

Die Veranstaltung wurde von der Staatskanzlei und dem Landesjugendring  gemeinsam koordiniert und von einem einfallsreichen Moderationsteam, bestehend aus Britta Wagener (aejn) und Gunnar Czimczik (VCP) lebendig begleitet.