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So macht man Appetit auf Politik!

Man nehme: Sechs interessierte Jungwähler-innen, eine aufgeschlossene Spitzenkandidatin...

... würze das Ganze mit einem leckeren, selbstzubereiteten Essen und spannenden politischen Gesprächen – und serviere dann zum Abschluss die „neXTtat” ­– fertig ist der Beweis, dass Landespolitik für junge Menschen interessant sein kann und sie die Möglichkeit haben, mitzureden. So geschehen beim „neXTmeeting“ mit Ursula Helmhold am vergangenen Montag (10.12.2007).

Die Grünen-Spitzenkandidatin machte den Auftakt zu den vom Landesjugendring Niedersachsen e.V. initiierten "neXTmeetings" mit den Spitzenkandidat-inn-en zur Landtagswahl. Die Aufgabe an die Politiker-innen im Vorfeld war klar, aber nicht ganz einfach: "Laden Sie 6-10 Jungwähler-innen zu einem persönlichen Treffen mit Ihnen ein, bei dem Politik in einem jugendgerechten Umfeld diskutiert werden kann und die Jugendlichen Sie auch etwas persönlicher kennen lernen können!" Ursula Helmhold lud zum gemeinsamen Kochen in die hannoversche Gaststätte "Lindenkrug" ein.

Gemeinsam mit dem Koch des Hauses wurde dann nach den Slowfood-Prinzipien gekocht: Mit Nahrungsmitteln aus ökologischer, regionaler Produktion und – auf Wunsch der Jugendlichen ­– vegan.
Bereits beim gemeinsamen Schnippeln der Möhren, Putzen des Rosenkohls oder Schneiden der Steckrübe gab es die Gelegenheit, über verschiedene politische Themen zu sprechen oder auch gegenseitig Kochtipps auszutauschen und persönliche Erlebnisse rund ums Kochen auszutauschen.
Diese Gespräche setzten sich dann in ebenso lockerer Atmosphäre beim Essen fort. Im Mittelpunkt standen die Themen Klimaschutz sowie Bildungs- und Hochschulpolitik. So wurde über die Energiepolitik im "Großen" ebenso gesprochen wie über das, was jede-r im "Kleinen" selbst machen kann – wie die Verwendung von ökologischen und regionalen Lebensmitteln oder den Umstieg auf Ökostrom. Dabei, so betonte die Grünen-Politiker-in, müssten auch die Voraussetzungen geschaffen werden, dass Menschen mit wenig Geld sich dies leisten können; beispielsweise durch eine Anhebung des Regelsatzes beim Arbeitslosengeld II.

Bei der Hochschulpolitik unterstützte Helmhold die Forderung der Jungwähler-innen nach einer Abschaffung der Studiengebühren und kündigte diesen Schritt für den Fall des Regierungswechsels an. Für Schule und Hochschule wünsche sie sich eine stärkere Politisierung der Schüler-innen und Student-inn-en und stärkere Partizipationsmöglichkeiten an der Gestaltung der Lehre, erklärte Ursula Helmhold, während sie sich die Blätterteigtasche mit Maronen-Honigkuchen-Füllung schmecken ließ.
Beim Nachtisch – einem Mandarinen-Minz-Sorbet – angekommen, verpflichtete sich die Grünen-Spitzenkandidatin schließlich für ihre "neXTtat". Ganz im Zeichen der Klimaschutz-Diskussion sicherte sie schriftlich zu, dass sie sich dafür einsetzen wird, dass sofort konsequente Maßnahmen gegen den Klimawandel eingeleitet werden – und sicherte zahlreiche konkrete Projekte für das erste halbe Jahr nach der Landtagswahl zu.

Mit der Erkenntnis, dass auch beim slow-food die Zeit schnell vergeht, verabschiedeten sich die Jungwähler-innen, die allesamt aus den Reihen des Jugendumweltnetzwerks Niedersachsen (JANUN) kamen, nach knapp vier Stunden von Ursula Helmhold. JANUN hatte die Veranstaltung gemeinsam mit dem LJR organisiert.

Gemeinsam zogen alle eine positive Bilanz: Das neXTmeeting ist ein gutes Rezept gegen Politikverdrossenheit und eine jugendgerechte Art des Dialogs mit Politiker-inne-n.

Die Bilder gibts auf der Eventseite.

Die neXTmeetings mit den anderen Spitzenkandidaten finden in den kommenden Wochen bis zur Landtagswahl am 27.01.2008 statt. Weitere Informationen zu den neXTmeetings und der gesamten Kampagne "neXTvote" gibt‘s auf www.neXTvote.de