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Neue Webseite verschafft Durchblick im Förder-Dschungel

Seitenlange Förderrichtlinien, bürokratische Formulierungen, keine benannten Ansprechpartner-innen: Vielen ehrenamtlichen Jugendleiter-inne-n wird es bei der Beantragung von kommunalen Fördermitteln für Freizeiten, Seminare, Projekte, Veranstaltungen, Investitionen oder auch Sachmitteln nicht gerade leicht gemacht.

Eine neue Webseite des Landesjugendring Niedersachsen e.V. schafft nun Abhilfe: Auf geld-fuer-jugendarbeit.de gibt es ab sofort einen Überblick über die Fördermöglichkeiten der niedersächsischen Jugendämter.

Die Website verdeutlicht auch die Gemeinsamkeiten der verschiedenen Förderungssysteme. So sehen in Niedersachsen jeder Landkreis und kreisfreie Stadt eine Bezuschussung von Freizeiten, Lagern bzw. Fahrten vor. Die allermeisten Förderrichtlinien beinhalten auch Unterstützungen für Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Die Förderungen von internationalen Begegnungen sind ebenfalls in fast jeder Förderrichtlinie zu finden. In mehr als der Hälfte der Landkreise und kreisfreien Städte sind auch finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten im Bereich der Infrastruktur und Anschaffungen für Jugendgruppen bzw. Jugendverbände abgebildet. Förderumfang und die Antragssystematik sind allerdings sehr unterschiedlich – dabei ist festzustellen, dass in einigen Jugendämtern die Förderbeträge so gering sind, dass sich eine Antragstellung angesichts des damit verbundenen bürokratischen Aufwandes kaum lohnt. Teilweise wurden Fördersätze seit Einführung des Euro nicht mehr an die Preisentwicklung angepasst. In manchen Jugendämtern gibt es also durchaus  jugendpolitischen Handlungsbedarf.

Die Website geld-fuer-jugendarbeit.de soll dazu beitragen, besser auf die Fördermöglichkeiten aufmerksam zu werden, die Zusammenarbeit zwischen Jugendverbänden, Jugendgruppen und Jugendinitiativen mit der Jugendpflege zu erhöhen bzw. Fördersysteme im Sinne einer offen zugänglichen und qualitativ hochwertigen Jugendarbeit auch zu verändern.