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Landesjugendring fordert vom G8-Gipfel globale Gerechtigkeit und eine ökologische Wende

Wenn in wenigen Tagen die Staats- und Regierungschefs der G8-Staaten zu ihrem Gipfel in Heiligendamm zusammentreffen, fordert der Landesjugendring Niedersachsen von diesem Treffen klare Vereinbarungen für mehr globale Gerechtigkeit und eine weltweite ökologische Wende.

Aus Sicht der Mitgliedsverbände des Landesjugendrings, die einen entsprechenden Beschluss im Rahmen ihrer diesjährigen Vollversammlung  gefasst haben, ist es unabdingbar, dass die führenden Wirtschaftsnationen die weltweite soziale und politische Gerechtigkeit voranbringen – dafür sind nach ihrer Ansicht eine Entschuldung der Länder des Südens und eine gleichberechtigte Behandlung von Interessen dieser Länder in den weltpolitischen Gremien notwendig.
Auch bei der Herbeiführung einer ökologischen Wende und der Abwendung der dramatischen Klimaveränderungen muss den G8-Staaten, die zugleich die Energie-Spitzenverbraucher sind und das meiste CO2 verursachen, eine Vorreiterrolle zukommen.
Da der G8-Gipfel kein völkerrechtlich legitimiertes Organ ist und somit eine öffentliche Kontrolle der Absprachen nicht möglich ist, bedarf es nach Ansicht des Landesjugendrings einer weitreichenden Transparenz und einer Publizierung der Ergebnisse des Gipfels. Nur so ist es möglich, auch nach dem Zusammenkommen der Staats- und Regierungschefs deren Vereinbarungen eingehend zu diskutieren und sich kritisch damit auseinanderzusetzen.
Ferner begrüßt der Landesjugendring die kritische Auseinandersetzung, die bunten Aktivitäten und friedlichen Proteste anlässlich des Gipfeltreffens und fordert, das Grundrecht auf Meinungsfreiheit nicht für ein übertriebenes Sicherheits- und Überwachungsdenken zu opfern.