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Die Zukunft beginnt heute

Wie sieht unsere Gesellschaft im Jahr 2020 aus? Wurde die Schulzeit bis zum Abitur auf 10 Jahre verkürzt? Oder ist aus der Ganztagsschule der Ganztagsjugendverband geworden, in den sich Lehrer-innen mit ihren Lehrangeboten einbringen? Dürfen Jugendliche im Jahr 2020 das Wahlrecht für ihre Großeltern ausüben? Ist es gelungen, die Kluft zwischen Arm und Reich zu überwinden und allen gleiche Chancen zu geben?

Mit diesen und anderen Fragen haben sich die Vertreter-innen der Jugendverbände beim ersten Meilenstein ihres Zukunftsprojekts neXT2020 beschäftigt.

Der Landesjugendring Niedersachsen hatte die 60 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zu einem spannenden Inseltrip eingeladen: 9 verschiedene Themeninseln konnten inhaltlich diskutiert werden – von der Bildung über soziale Gerechtigkeit bis hin zu Glück und Persönlichkeit. Viele Ideen und Visionen für eine jugendgerechte Gesellschaft im Jahr 2020 wurden so andiskutiert. Diese Diskussionen dienen nun als Grundlage für den zweijährigen Prozess, in dem ein umfassendes verbandsübergreifendes Zukunftsprogramm entwickelt werden soll.

Bis Juni 2009 werden die Themeninseln nun die einzelnen Aspekte beleuchten. Dazu haben sich jeweils verschiedene Verbände zusammengeschlossen: Ein Inselhäuptling wird die Prozesse koordinieren und für die Vernetzung mit den anderen Inseln sorgen, die Inselbewohner-innen arbeiten kontinuierlich mit und bewegen das Thema in verschiedenen Maßnahmen der Jugendverbände und die Inselbesucher-innen pendeln zwischen den Inseln und befruchten diese so mit den Ideen der anderen Inseln.

Als Arbeitsplattform dient während des gesamten Projektverlaufs die Webseite www.next2020.de. In einem Wiki werden die Themeninseln ihre Überlegungen veröffentlichen und so auch anderen Interessierten die Möglichkeit bieten, mitzumischen.

Wie vielfältig die Ideen und Überlegungen zur Gesellschaft im Jahr 2020 sind, wurde während des ersten Meilensteins bereits deutlich. Die Jugendverbände werden sich nun auf eine zweijährige Reise begeben und dabei ihre Vorstellungen und Forderungen für ein jugendgerechtes Niedersachsen entwickeln. Mit auf diese Reise nehmen die Inselhäuptlinge den passenden Blumenschmuck und eine Flaschenpost, die der weiteren Kommunikation dient.

Die Jugendverbände gehen hochmotiviert und mit vielen Ideen auf diese Reise – machen sich aber auch Sorgen, ob das notwendige Reisebudget sichergestellt werden kann. Zwar übernehmen alle Verbände einen Teil der Kosten, mit denen die einfache Reiseroute finanziert werden kann; um aber auch anderen Jugendlichen und Organisationen außerhalb der Jugendverbände die Möglichkeit zur Mitwirkung zu bieten und die Arbeit auf den Themeninseln inhaltlich zu unterfüttern, muss die Reisekasse weiter gefüllt werden – das Land Niedersachsen begrüßt das Projekt grundsätzlich, hat aber erst für 2009 Gespräche über eine Förderung in Aussicht gestellt.