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Der Landesjugendring Niedersachsen positioniert sich zur aktuellen Debatte um die Abschaffung des Landesjugendamts

Durch die mediengerechte Positionierung einiger Landtagspolitiker-innen wird in Niedersachsen  derzeit heiß um den Fortbestand des Landesjugendamtes diskutiert. Ob es sich dabei um Sommertheater handelt oder um eine mehrheitsfähige politische Absicht, wird sich zeigen.

Selbst Ministerpräsident Wulff hat zwischenzeitlich das Sozialministerium gebeten, ein Konzept für die Neuorganisation der Aufgaben des Landesjugendamtes zu erarbeiten.

 

In Übereinstimmung mit allen Fachleuten der Kinder- und Jugendhilfe richtet sich der Landesjugendring mit dem Beschluss seines Hauptausschusses am 05.09.2006 gegen eine Zerschlagung der Fachlichkeit in der Jugendhilfe. Der Landesjugendring befürchtet, dass das Land ein negatives Vorbild für die kommunale Ebene geben könnte und eine Auflösung der örtlichen Jugendämter provoziert. Ein Weg, der nach der gerade auf Bundesebene beschlossenen Föderalismusreform grundsätzlich möglich wird.

 

Der Vorstandssprecher des Landesjugendringes, Martin Richter, erinnert die Landtagsabgeordneten an ihre Zusage, dass Niedersachsen positiv und im Sinne der Fachlichkeit mit den Ergebnissen der Föderalismusreform umgehen werde. Richter weiter: „Dieses Vorgehen ist für uns absolut nicht nachvollziehbar. Sollten die Regierungsfraktionen wirklich ernst machen mit ihrem Bestreben, das Landesjugendamt abzuschaffen, wäre dies ein absoluter Einbruch. Die Einheit der Jugendhilfe muss gewahrt und die Fachlichkeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe auf Landesebene erhalten und noch stärker als bisher qualifiziert weiterentwickelt werden.”

 

Dass solche Ideen mitten im Niedersächsischen Jahr der Jugend 2006 auf den Tisch kommen, halten die Jugendorganisationen für besonders makaber.

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