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Diskussionsrunde mit Vertreter-inne-n der LT-Fraktionen

Dr. Philipp Steden, Prognos AG

Vertreter-innen der Landtagsfraktionen sind sich einig...

Ehrenamtliches Engagement ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar und braucht ernst gemeinte Unterstützung - darin waren sich die Teilnehmer-innen der Diskussionsrunde mit dem Motto "macht Niedersachsen lebendiger - freiwilliges Engagement in der Jugendarbeit" im Rahmen der 32. Vollversammlung einig.

Am Samstag, den 07.03.2009 diskutierten die Vertreter-innen der Landtagsfraktionen aus fünf Landtagsausschüssen auf Einladung des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. gemeinsam mit Vertreter-inne-n der niedersächsischen Jugendverbände über Möglichkeiten zur Verbesserung der Arbeit ehrenamtlich Engagierter in der Jugendarbeit. Der aktuelle bundesweite Juleica-Sachstand und die kürzlich gemeinsam mit der Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann gestartete Juleica-Kampagne in Niedersachsen wurden zum Anlass genommen, dem freiwilligen Engagement in der Jugendarbeit im Rahmen der 32. Vollversammlung im Ökumenischen Kirchencentrum der Ev.-luth. Bonhoeffer-Gemeinde in Hannover-Mühlenberg eine breitere inhaltliche Debatte zu widmen.

Mit den Vertreter-inne-n der Landtagsfraktionen Hans-Christian Biallas (CDU), Roland Riese (FDP), Dr. Gabriele Andretta (SPD), Enno Hagenah (Bündnis 90/Die Grünen) und Pia-Beate Zimmermann (Die LINKE), die als Sprecher-innen ihrer Partei für verschiedene Ausschüsse eingeladen waren, wurde das Thema Ehrenamt in einen breiteren politischen Kontext gestellt und auch angrenzende Politikfelder in den Blick genommen. In den Beiträgen der Mitgliedsverbände des Landesjugendrings wurde deutlich, dass ehrenamtliches Engagement in verschiedenen Bereichen, wie z.B. in Schulen, Hochschulen und Arbeit, auf kommunaler und Landesebene wirksam unterstützt werden muss. So wünscht sich Nils (19) vom BDKJ "Die Zeitressourcen von Kindern und Jugendlichen werden immer stärker verplant und reglementiert. Aus diesem Grund wäre es für die Jugendverbandsarbeit wichtig, mindestens zwei Nachmittage pro Woche gesetzlich freizuhalten".

Ergänzt wurde diese Runde durch Dr. Philipp Steden von der Prognos AG, der zuvor in einem niedersachsenbezogenen Referat die Ergebnisse des "Engagementatlas´09" vorgestellt hatte. Er verdeutlichte in der Diskussion noch einmal insbesondere die wachsende Bedeutung bürgerschaftlichen Engagements für die einzelnen Regionen in Niedersachsen.

"In der Diskussion um Verbesserungen ehrenamtlicher Arbeit geht es in erster Linie nicht um mögliche Vergünstigungen für Jugendleiter-innen, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen, die diese Arbeit befördern und so der gesamten Gesellschaft zugute kommen" zog Martin Richter, der die Veranstaltung zusammen mit Susanne Martin "zauberhaft" moderierte, das Fazit für die Diskussionsrunde.

Alle Fraktionsvertreter-innen kündigten an, die Anregungen in die entsprechenden Gremien zu tragen und sich für die Interessen der Jugendarbeit einsetzen zu wollen.

Im Regularienteil der 32. Vollversammlung wurden nach dem berufsbedingten Rücktritt von Martin Richter (BDKJ) in einer Nachwahl Frank Ahrens (DGB-Jugend) als Vorstandssprecher des Landesjugendrings, Susanne Martin (Deutsche Schreberjugend) als Schatzmeisterin und Jens Risse (BDKJ) als gleichberechtigtes Mitglied mit großer Mehrheit gewählt. Barbara Grill (DLRG-Jugend), Jan-Hinnerk Scholljegerdes (aejn) und Steffen Stubenrauch (JANUN) verbleiben in ihren Ämtern als gleichberechtigte Vorstandsmitglieder.

Die Delegierten der 19 landesweit aktiven Mitgliedsverbände fassten zudem Beschlüsse zu den Themen "Chancengerechte Bildung", "Zwei Nachmittage vom Pflichtunterricht freistellen" und "Gemeinsame Förderung ehrenamtlichen Engagements".