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Landtag erhöht Bildungsmittel für Jugendverbände um 700.000 Euro

Heute hat der Niedersächsische Landtag den Haushalt 2019 und damit eine Erhöhung der Fördermittel für Bildungsmaßnahmen der Jugendverbände um 700.000 Euro beschlossen.

Die im Landesjugendring Niedersachsen e.V. zusammengeschlossenen Jugendverbände hatten in den vergangenen zwei Jahren in vielen Gesprächen und mit kreativen Aktionen in der gemeinsamen Kampagne „jugend – zukunft – schaffen“ auf den dringenden Bedarf nach einer Erhöhung der Bildungsmittel aufmerksam gemacht.

Im Landtagsplenum hat u.a. der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Uwe Schwarz, das Engagement der Jugendverbände gewürdigt: „Ein großes Engagement haben wir von zahlreichen Jugendverbänden und tausenden einzelnen Jugendlichen beim Kampf um mehr Jugendbildungsmittel erlebt. Die Koalition begrüßt den Einsatz und vor allen Dingen die Form des Protestes der Jugendlichen. Sie haben politisch engagiert ihre Interessen vertreten und dabei nicht auf Krawall, sondern auf Dialog gesetzt. Ich finde, so manch dumpfe Populistenschreihälse könnten sich von dem Vorgehen der Jugendlichen eine Scheibe abschneiden, meine Damen und Herren. Wir versuchen, mit einer kräftigen Erhöhung der Jugendbildungsmittel um immerhin 700.000 Euro hier eine deutliche Verbesserung zu erreichen.“ 

Die Jugendverbände in Niedersachsen haben die Zahl der Teilnehmenden an ihren landesweiten Bildungsmaßnahmen seit 1992 um etwa 70% erhöht – die Haushaltsmittel, die das Land für die Bildungsmaßnahmen der Jugendverbände bereitstellt, sind in diesem Zeitraum inflationsbereinigt hingegen gesunken. Hat das Land 1992 jeden Bildungstag der Jugendverbände nach heutigem Wert mit 15,90 € bezuschusst, sind es heute nur noch 8,29 €. Daher haben die Jugendverbände einen Mittelaufwachs um 2 Mio. Euro gefordert.

Vorstandssprecherin Ute Neumann begrüßt die Entscheidung des Parlamentes: „Wir danken den Koalitionären für die Unterstützung im parlamentarischen Prozess. Die zusätzlichen Mittel werden dazu beitragen, dass überall in Niedersachsen die Jugendverbände ihr vielfältiges Bildungsprogramm aufrechterhalten und weiterentwickeln können.“ Jens Risse, Vorstandssprecher, teilt den Dank, macht aber auch deutlich: „ Die Jugendverbandsarbeit benötigen zusätzlich zu den nun beschlossen Mitteln mindestens weitere 1,3 Millionen Euro mehr Bildungsmittel, um das Niveau der Förderung aus dem Jahr 1992 zu erreichen. Hier hoffen wir angesichts positiver Signale auf eine weitere Erhöhung im Haushalt 2020.“