Neues

Jugendverbände fordern eine Stärkung von Jugendarbeit, Bildung und sozialer Gerechtigkeit

Mit drei zentralen Forderungen schalten sich die 19 im Landesjugendring Niedersachsen e.V. vertretenen Jugendverbände in den Landtagswahlkampf ein. Im Interesse der von ihnen vertretenen rund 500.000 Kinder und Jugendlichen stellen sie die Forderung nach einer Stärkung der Jugendarbeit sowie nach vermehrten Anstrengungen für Bildung und soziale Gerechtigkeit in den Mittelpunkt der Kampagne „neXTvote08”.

Mehr Jugendarbeit!
Rund 50.000 Ehrenamtliche investieren in die niedersächsische Jugendarbeit unbe-zahlte Arbeitsstunden und gewährleisten ein anspruchsvolles und vielseitiges Freizeit- und Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche. Um dies auf Dauer zu erhalten, bedarf es einer Verstärkung der finanziellen und personellen Unterstützung der Jugendarbeit.
Die auslaufende Legislaturperiode hat zu den bislang tiefsten Einschnitten in der Förderung geführt: So mussten die im Landesjugendring vertretenen Verbände finanzielle Einbußen von rund 1,4 Mio. Euro hinnehmen. Der Landesjugendring fordert daher von der künftigen niedersächsischen Regierung eine Umkehr in der Kürzungs-politik. Dies bedeutet u.a. eine verstärkte Förderung der bestehenden Jugendeinrich-tungen, eine Erhöhung der Fördermittel sowie die Wiedereinführung des Verdienst-ausfalls für in der Jugendarbeit aktive Ehrenamtliche.
Mehr Bildung!
Die im Landesjugendring vertretenen Verbände fordern, allen Kindern und Jugend-lichen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und ihren finanziellen Möglichkeiten eine umfassende Bildung zu ermöglichen. Als ersten Schritt gilt es, die Lehrmittel-freiheit wieder einzuführen. Weiterhin fordern die Verbände ein beitragsfreies Erststudium sowie eine Aufwertung außerschulischer Jugendarbeit, insbesondere in der Kooperation mit Ganztagsschulen.
Mehr soziale Gerechtigkeit!
Die niedersächsischen Jugendverbände treten ein für eine sozial gerechtere Gesell-schaft. Es ist nicht hinnehmbar, dass immer mehr Kinder und Jugendliche in Armut leben und dadurch Nachteile in Bildung und Ausbildung erfahren. Konkret fordert der Landesjugendring mehr Engagement für Ausbildungs- und Arbeitsplätze junger Menschen sowie einen Rechtsanspruch auf einen Ausbildungsplatz. Weiterhin fordern die Jugendverbände eine Verbesserung der Integration sowie eine entschiedenere Bekämpfung von Rechtsextremismus.