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Jugendarbeit mitgestalten!

Nach dem Jahr der Jugend 2006 hatte der Vorstand des Landesjugendringes Niedersachsen am 23.09.2008 in einem umfangreichen Gespräch die Gelegenheit, der Spitze des Nds. Sozialministeriums, Frau Staatssekretärin Dr. Christine Hawighorst, seine aktuellen Arbeitsvorhaben und Interessen vorzutragen.

Dies sind insbesondere das Zukunftsprojekt neXT2020, die Weiterentwicklung der bundesweiten Jugendleiter/in-Card, die Möglichkeit der Verdienstausfallerstattung für ehrenamtliche Jugendleiter-innen, die Projekte Jugendarbeit und Schule, neXTvote und wir bewegen, sowie die Finanzierung der LJR-Geschäftsstelle.

In einem netten und freundlichen Gespräch in lockerer Atmosphäre brachte Martin Richter zu Beginn seine Hoffnung zum Ausdruck, dass es perspektivisch wieder stärker um die gemeinsame Gestaltung des Arbeitsfeldes und um eine angemessene Wertschätzung der Jugendarbeit gehen muss. Dabei sollte die gesetzlich definierte Sonderrolle der Jugendverbände und des Landesjugendrings als Interessenvertretung für junge Menschen wieder stärkere Berücksichtigung und Anerkennung finden. Davon hängt nicht zuletzt das förderliche und motivierende „Betriebsklima“ ab, in dem sich Jugendarbeit im Interesse unserer Gesellschaft produktiv entfalten kann.
Positiv aufgenommen wurde die konkrete Förderzusage, dass ab 2009 wieder die begrenzte Möglichkeit besteht, ehrenamtlichen Jugendleiter-inne-n in besonderen Fällen Verdienstausfall zu erstatten. Die durch den Wegfall des Verdienstausfalls in den letzten Jahren entstandene Problematik, war zuletzt in einem Gespräch des BDKJ mit Ministerpräsident Wulff erörtert worden.

Das Zukunftsprojekt „neXT2020” und das Engagement der Jugendverbände wird vom Sozialministerium grundsätzlich begrüßt. Über eine finanzielle Unterstützung soll nach Abschluss des aktuellen Nachhaltigkeitsprojekts zum Jahr der Jugend 2006 Ende des Jahres wohlwollend nachgedacht werden. Die Jugendverbände hätten sich eine frühzeitigere Einlassung des Landes gewünscht, verbinden mit der Tendenzaussage aber die Hoffnung, dass es doch noch zu einer praxisgerechten Unterstützung der Jugendverbände bei der Entwicklung jugendgerechter Visionen für die Gesellschaft und für die Weiterentwicklung der Jugendverbandsarbeit kommt.

Zur Inthronisation des neuen Juleica-Verfahrens wollen LJR und Sozialministerium Umsetzungsüberlegungen für eine vom Landesjugendring vorgeschlagene Informations- und Platzierungskampagne anstellen. Erste Gespräche sollen in Kürze stattfinden.
Bezüglich der bereits seit Juni vorgetragenen und detailliert begründeten schwierigen Finanzsituation des Landesjugendrings und dessen Geschäftsstelle, dessen Haushalt seit vielen Jahren gedeckelt ist, gab es leider noch keine positive Entscheidung. Wir hoffen, dass es hier zu einer baldigen Lösung kommt.

Das Gespräch macht Hoffnung, dass es uns in der nächsten Zeit stärker gelingen könnte, die Gestaltung der Jugendarbeit in den Mittelpunkt der Zusammenarbeit zu stellen und einen Prozess zu befördern, der die Rahmenbedingungen für die Kinder und Jugendlichen dieses Landes zukunftsfähig entwickeln hilft.