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Jugendarbeit für eine vielfältige Gesellschaft – gegen Diskriminierung, Rechtspopulismus und rechte Hetze

In der öffentlichen Wahrnehmung haben Gewalt und Hetze mit rechtspopulistischem oder gar rechtsextremem Hintergrund in den vergangenen Monaten und Jahren zugenommen.

Rechte Gewalt und rechte Hetze können dabei nicht nur auf Mitglieder von rechten Parteien oder anderen organisierten Strukturen in diesem Bereich reduziert werden. Mitglieder der Neonaziszene in Braunschweig haben nun eine öffentliche Morddrohung gegen den Sprecher des Bündnisses gegen Rechts ausgesprochen und sich dabei direkt auf den Mord an Walter Lübcke bezogen. Schon früher übten sie häufig Gewalt gegen linke und zivilgesellschaftliche Gruppen aus – auch gegen die SJD – Die Falken. Die SJD – Die Falken ist Mitgliedsverband im Landesjugendring Niedersachsen.

Gemeinsam Handeln gegen Rechtsextremismus

Wir, die im Landesjugendring Niedersachsen e.V. zusammengeschlossenen Verbände, haben uns in verschiedenen Beschlüssen deutlich positioniert, u.a. nachzulesen auf www.ljr.de/ljr-nds/beschluesse.html. Wir stehen für ein offenes und tolerantes Miteinander aller Menschen, gleich welcher Hautfarbe, welchen individuellen oder familiären Bildungshintergrunds und Einkommens, welchen Geschlechts, welcher Familienform, welcher Religion, welcher kulturellen und familiären Herkunft, welcher sexuellen Orientierung, welchen Aufenthaltsstatus, welcher körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen. Jugendverbände, als demokratisch selbst-organisierte Zusammenschlüsse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen, leben von der Vielfalt ihrer Mitglieder. Vielfalt bereichert und prägt das Zusammenleben in der Gesellschaft. 

Die im Landesjugendring Niedersachsen zusammengeschlossenen Jugendverbände sagen „Nein!” zu Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus und Ideologien, die als Grundlage für Diskriminierungen und gegen diese Vielfalt dienen. So lehnen wir, die Jugendverbände, rechtsextremes Gedankengut und rechtsextreme Parteien und Organisationen ab und setzen uns mit Bildungsangeboten aktiv für Mitbestimmung, politische Teilhabe und  Demokratie ein.

Wir fordern alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, ein klares Bekenntnis zur Demokratie abzugeben. Gleichzeitig fordern wir von allen gesellschaftlichen Gruppierungen sowie politisch Engagierten und Verantwortlichen, in ihrem Handeln ebenfalls klare Zeichen gegen den Rechtsextremismus zu setzen!

Wir stehen zusammen. Wir ignorieren Diskriminierung und rechte Gewalt nicht! Rechtsextremismus ist nicht hinnehmbar: Gemeinsam Handeln gegen Rechtsextremismus – gemeinsam Zeichen setzen!