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Jugendarbeit für eine vielfältige Gesellschaft – gegen Diskriminierung, Rechtspopulismus und rechte Hetze

Am 30.05.2017 hat der Hauptausschuss des Landesjugendrings eine klare Position zur AfD beschlossen. In einem intensiven Prozess haben sich die im Landesjugendring zusammengeschlossenen Verbände mit den Positionen und dem Agieren der AfD auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich, dass viele Forderungen der Partei nicht vereinbar sind mit zentralen Werten der Jugendverbandsarbeit in Niedersachsen.

So beziehen die AfD und deren Funktionär-inn-e-n deutlich Stellung:

  • gegen Europa,
  • gegen eine vielfältige Gesellschaft,
  • gegen die Gleichstellung aller Geschlechter unter Betonung eines klassischen Familienbildes und klassischer Rollenverteilungen,
  • gegen Inklusion und unterstellt, dass eine gemeinsame Beschulung aller Kinder und Jugendlicher sich nachteilig sowohl auf den Erfolg von Regel- als auch von Förderschüler-inne-n auswirke.

Deutlich beziehen die AfD und ihre Funktionär-inn-e-n Position

  • für ein völkisches und autoritäres Weltbild,
  • für eine inhumane Migrationspolitik,
  • für eine Ausgrenzung und Bestrafung sozial Benachteiligter,
  • für eine Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Medienanstalten, indem diese in Bezahlfernsehen mit begrenztem Zugang umgewandelt werden
  • und für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts zusammen mit einem Strafmündigkeitsalter von 12 Jahren — dadurch gibt es für die AfD selbst keine Jugend, sondern auf der einen Seite nur unmündige Kinder und auf der anderen Seite voll verantwortliche Erwachsene. Dadurch erkennt sie der Jugend jedes Eigenrecht ab und bekämpft genau das, wofür sich junge Menschen in Jugendverbänden wie unseren zusammengeschlossen haben – das Recht auf Jugend.

Unter anderem aus diesen Gründen folgt für die Arbeit des Landesjugendrings insbesondere, dass  eine Zusammenarbeit, wie sie mit anderen Parteien üblich ist, mit der AfD und mit anderen rechtspopulistischen oder rechtsextremen Parteien nicht in Frage kommt. Explizit werden Vertreter-innen des Landesjugendrings nicht an Veranstaltungen der AfD oder Jungen Alternative teilnehmen und Funktionär-inn-e-n der AfD und der Jungen Alternative werden nicht zu Veranstaltungen des Landesjugendrings eingeladen.

Der Beschluss „Jugendarbeit für eine vielfältige Gesellschaft – gegen Diskriminierung, Rechtspopulismus und rechte Hetze“ ist auf der Webseite des Landesjugendrings veröffentlicht.