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Sommerfest des MPs für Ehrenamtliche 2013/Bild: attenzione-foto.com

Internationaler Tag des Ehrenamts: 50.000 ehrenamtliche Jugendleiter-innen haben Anerkennung verdient!

Anlässlich des internationalen Tags des Ehrenamtes am 05.12.2013 fordert der Landesjugendring Niedersachsen e.V. bessere Rahmenbedingungen für die große Zahl freiwillig engagierter Jugendleiter-innen in den Jugendverbänden Niedersachsens.

„Zunächst gilt es, Danke zu sagen an die 50.000 Jugendleiter-innen in Niedersachsen, die 95% aller Angebote in der Kinder- und Jugendarbeit organisieren und durchführen. Durch ihr hohes Engagement entstehen kind- und jugendgerechte Räume im ganzen Bundesland. Auch leisten sie dadurch einen wesentlichen Beitrag für ein lebendiges, kreatives und solidarisches Niedersachsen“, betont Jens Risse, Vorstandssprecher des Landesjugendrings. Besonders hervorzuheben ist auch der unglaubliche Qualitätsanspruch, welcher bei den ehrenamtlich Tätigen vorherrscht. Die Hälfte aller Jugendleiter-innen in Niedersachsen besitzt eine Juleica (Jugendleiter-innen-Card), die nach 50 Stunden entsprechender Ausbildung erlangt wird. Inzwischen gibt es in Niedersachsen pro 1.000 Einwohner-innen drei mit einer gültigen Juleica. Diese Fakten zeigen, wie attraktiv ein Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit für junge Menschen nach wie vor ist.

In den letzten Jahren beobachtet der Landesjugendring jedoch auch eine deutliche Verschlechterung in den Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement. Insbesondere das Turbo-Abi und die Veränderungen im Studium, aber auch die geforderte Flexibilität junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt führen dazu, dass sich viele Jugendleiter-innen lieber projektorientiert für einen überschaubaren Zeitraum engagieren. Nicht selten ist dadurch auch die Fortführung der Angebote der Jugendgruppen in Gefahr. „Durch die gestiegene Zahl der qualifizierten Jugendleiter-innen kann die beschriebene Problematik zu einem Teil aufgefangen werden. Das kann langfristig jedoch nicht zur Normalität werden. Wir fordern deutliche Verbesserung der zeitlichen Rahmenbedingungen in Schule, Ausbildung und Studium. Die 50.000 ehrenamtlich engagierten Jugendleiter-innen haben sich das verdient“, so Jens Risse abschließend.