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Ganztagsschule braucht Jugendarbeit!

In Niedersachsen hat sich die Anzahl der Ganztagsschulen seit 2003 mehr als verzehnfacht. Auch dadurch wird die Veränderung der Schulen vom Lernort zum Lebensort befördert. Kooperationen von Jugendarbeit und Schulen leisten einen wertvollen Beitrag, diesen Lebensort für Kinder und Jugendliche interessant und gewinnbringend zu gestalten.

Bei Angeboten von Jugendarbeit in Ganztagsschulen geht es in erster Linie um Bildung und die Vermittlung zahlreicher Kompetenzen, wie z.B. Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein und interkulturelle Kompetenz.

Um für Herausforderungen und Schnittstellen sowie notwendige Rahmenbedingungen zu sensibilisieren luden, die Niedersächsische Sportjugend und der Landesjugendring Niedersachsen e.V. am 13.01.2015 zu der gemeinsamen Veranstaltung „Ganztagsschule braucht Jugendarbeit” nach Hannover ein. 

In seinem Vortrag verdeutlichte Prof. Dr. Münchmeier die Bedeutung des Zusammenwirkens von formalen, non-formalen und informellen Bildungsorten für die Lebenskompetenz Jugendlicher. Schule und Jugendarbeit seinen zwar „ungleiche Partner” in Hinsicht auf die vielen strukturellen und konzeptionellen Unterschiede, dennoch stünden sie vor einer gemeinsamen Bildungsaufgabe, wenn man von den Kindern und Jugendlichen aus denke. Gerade Aspekte wie der Lebensweltbezug, kooperatives Lernen, flexible Lernformen sind traditionell in der Jugendarbeit beheimatet. Die Chance, die Kompetenzentwicklung von Kindern und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen, sollte nicht vergeben werden, sondern vielmehr durch ein Zusammenspiel der verschiedenen Bildungsorte gestärkt werden. Prof. Münchmeier unterstrich mit seinem Referat eindrucksvoll die Aussage, dass Ganztagsschule Jugendarbeit braucht.

Im Anschluss an den Vortrag diskutierten Vertreter-innen aus Politik, Verwaltung, der Niedersächsischen Sportjugend und dem Landesjugendring vertiefend unter verschiedenen Fragestellungen. 

Der Veranstaltung sollen nun weiterführende Gespräche der Verbände mit den entsprechenden Stellen in Politik und Verwaltung folgen, bevor man erneut zu einer ähnlichen Veranstaltung zusammentreffen möchte.