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feier-abend-gespräche 2015: „ene, mene, muh und...“

„Ene, mene, muh und... – ... raus bist du?!“ war das etwas provokante Motto der diesjährigen feier-abend-gespräche des Landesjugendings, die in diesem Jahr vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) organisiert wurden.

Und gleich in seiner Begrüßung der über 100 Gäste machte der BDKJ-Landesvorsitzende Hannes Nieland deutlich, dass es den Jugendverbänden genau um das Gegenteil geht: In ihrer Vielfalt bieten Jugendverbände Angebote für alle jungen Menschen – unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Orientierung, sozio-ökonomischer Situation der Familien oder von etwaigen körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Integration und Inklusion junger Menschen.

Auch Poetry-Slamer Sven Stickling griff die Integrations-Thematik in seiner mit Wortspielen gespickten Geschichte über das neue „Multifunktions-Tool“ im Werkzeugkeller und die Ängste der anderen Werkzeuge auf: „Werden wir jetzt alle überflüssig?“. Dies fragten sich Hammer, Schraubenzieher und die anderen Werkzeuge – und stellten schließlich erleichtert fest, dass das Multifunktions-Tool sie keineswegs arbeitslos macht, sondern eine sinnvolle Ergänzung bei dem anstehenden Bau der Gartenhütte ist.

Sozialministerin Cornelia Rundt stellte die Flüchtlingssituation in den Mittelpunkt ihres Grußwortes und lobte das Engagement, mit dem die Jugendverbände sich in der aktuellen Lage einbringen – beispielsweise durch Angebote in Erstaufnahmeeinrichtungen. Doch auch darüber hinaus machte die Ministerin deutlich, dass es wichtig sei, dass es die Jugendverbände gibt, dass sie sich weiter engagieren und dass sie Forderungen stellen!

Ruben Eick, Vorstandsmitglied des Landesjugendrings, unterstrich schließlich in seinem Grußwort, dass sich die Jugendverbände ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bei der Integration junger Geflüchteter bewusst seien und ein breites Erfahrungsspektrum in der Antirassismus-, Demokratie- und Integrationsarbeit mitbringen. Angesichts der anstehenden Herausforderungen sei es aber auch wichtig, dass sich die Politik auf allen Ebenen bewusst werde, dass hierfür zusätzliche finanzielle Mittel notwendig seien.

Eine Gießkanne schließlich war der Zeitmesser bei den Grußworten der jugendpolitischen Sprecher-innen: Nur solange das Wasser aus der Gießkanne lief, durften die Vertreter-innen der Fraktionen sagen, was sie zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements in der Jugendarbeit tun wollen.

Drum herum blieb Zeit für den geselligen Austausch, kollegiale Gespräche und das Kennenlernen von verschiedenen aktuellen Projekten des BDKJ und des Landesjugendrings.