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Beschlüsse, Nachwahlen und eine Zeitreise

Die Delegiertenversammlung des Landesjugendrings Niedersachsen e.V. (LJR) tagte am Samstag, 03.03.2007, im Veranstaltungszentrum Pavillon in Hannover. Es wurde allerdings nicht nur getagt, Beschlüsse gefasst und gewählt, sondern auch gefeiert: Vor dreißig Jahren konstituierte sich der Landesjugendring als e.V. neu – und dies nahm der LJR zum Anlass für eine kurzweilige Zeitreise.

Bevor jedoch die Zeitreise begann, galt es zunächst, die Tagesordnung abzuarbeiten und u.a. die vier vorliegenden Anträge zu beraten. So verabschiedeten die Delegierten unter anderem einen jugendpolitischen Forderungskatalog zur Landtagswahl 2008 mit großer Mehrheit. Zu den zentralen Forderungen der niedersächsischen Jugendverbände gehört unter anderem eine stärkere und verlässliche Förderung der Jugendverbandsarbeit, die auch Spielraum für innovative Projekte bietet, und eine stärkere Unterstützung für die 50.000 ehrenamtlich Engagierten, unter Anderem durch eine Wiedereinführung des Verdienstausfalls für ehrenamtliche Freizeitbetreuerinnen und -betreuer.
In weiteren Beschlüssen befassten sich die Delegierten der niedersächsischen Jugendverbände mit den aus ihrer Sicht dringend zu verbessernden Rahmenbedingungen für eine Kooperation von Jugendverbänden und Schule, wendeten sich gegen die geplanten Verschlechterungen bei der Novellierung des Jugendarbeitsschutzgesetzes und setzten sich kritisch mit dem bevorstehenden G8-Gipfel auseinander.
Neu in den Verstand gewählt wurde Jan-Hinnerk Scholljegerdes (Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend in Niedersachsen e.V./AEJN). Er tritt die Nachfolge von Michaela Truß (ebenfalls AEJN) an, die aus persönlichen Gründen ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte.
Im Anschluss an den Regularienteil wurde dann noch gefeiert: Vor 30 Jahren wurde der Landesjugendring Niedersachsen, der zuvor als Arbeitsgemeinschaft bestand, als e.V. neu konstituiert. Gemeinsam mit ehemaligen Weggefährt-inn-en blickte der LJR auf dreißig ereignisreiche Jahre zurück und unternahm eine multimediale Zeitreise, bei der die wichtigen Schwerpunkte präsentiert wurden.
Als jetzige Weggefährtin hob die Niedersächsische Sozialministerin, Mechthild Ross-Luttmann, die hohe Bedeutung des Landesjugendrings für die gesamte Jugendarbeit in Niedersachsen hervor und lobte die Kreativität und Vielfalt der Jugendverbandsarbeit. „Ohne ihre Arbeit wäre das Angebot für Jugendliche um einiges ärmer” – so die Ministerin. In ihren Grußworten hoben auch die jugendpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Britta Siebert, und die familienpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Marie-Luise Hemme die Leistungen des Landesjugendrings in den vergangenen 30 Jahren hervor und sicherten auch für „die nächsten 30 Jahre” die Unterstützung der Jugendverbandsarbeit durch das Land Niedersachsen zu.