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Beschlüsse der 42. Vollversammlung des LJR am 02.03.2019

Mit 8 Beschlüssen haben sich die Delegierten der 42. Vollversammlung des Landesjugendrings Niedersachsen am 02.03.2019 zu verschiedenen jugendpolitischen Themen positioniert:

Beschlossen wurden Anträge zur kommunalen Jugendbeteiligung, zur Stärkung der professionellen Jugendarbeit, zur Einführung eines Jugendtickets in Niedersachsen, zur Umsetzung einer generationsgerechten Umwelt- und Klimapolitik, zum Schutz von jungen Geflüchteten, zur  Änderung des „Gesetzes über die Arbeitsbefreiung für Zwecke der Jugendpflege und des Jugendsports” in Niedersachsen, zur Prävention von sexualisierter Gewalt in Jugendverbänden und Jugendämtern sowie zur Unterstützung von #FridaysForFuture. 

Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen ist eines der Grundprinzipien in der Jugendarbeit. In seinem Beschluss „Jugend kommunalpolitisch beteiligen – aber richtig!” benennt der LJR verschiedene Forderungen sowohl an die niedersächsischen Kommunen als auch an die Niedersächsische Landesregierung, um Jugendbeteiligung wirksamer umzusetzen.

In seinem Beschluss „Die professionelle Jugendarbeit muss endlich gestärkt werden!” positioniert sich der LJR zur Schaffung der notwendigen Rahmenbedingungen, um attraktive Arbeitsplätze in der Jugendarbeit mit arbeitsfeldspezifisch qualifizierten Fachkräften besetzen zu können. 

Mit seinem Beschluss „Einführung eines Jugendtickets in Niedersachsen” fordert der LJR von der Regierung des Landes Niedersachsen, sich dafür einzusetzen, dass ein kostengünstiges Jugendticket in ganz Niedersachsen eingeführt wird, sowie von den niedersächsischen Kommunen, dass das ÖPNV-Angebot in ländlichen Regionen an die Lebenswirklichkeiten junger Menschen angepasst wird. 

Wie kaum ein anderer Politikbereich beeinflusst die Umwelt- und Klimapolitik die Chancen junger und zukünftiger Generationen und so werden im Beschluss „Die Zukunft sind wir! Niedersachsens Jugendverbände fordern eine generationengerechte Umwelt- und Klimapolitik” verschiedene Aspekte zur Umsetzung einer solchen postuliert. 

Ergänzend hat die Vollversammlung der Bewegung #FridaysForFuture unterstützt und begrüßt das Engagement zehntausender Schüler-innen im Kampf für eine ökologischere und nachhaltigere Gesellschaft u.a. auch mit dem Beschluss „Der LJR unterstützt #FridaysForFuture“.

Mit dem Beschluss „Schutz von jungen Geflüchteten” wird ein besonderer Fokus auf die finanzielle, strukturelle und rechtliche Unterstützung der Jugendverbände in ihrer primären Aufgabe als Bildungs-, Erfahrungs- und Schutzraum für alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gelegt. Dabei spielen u.a. die Aufenthaltserlaubnis, der Zugang zu Bildungsinstitutionen sowie die Erarbeitung von konkreten Maßnahmen zum Schutz junger Geflüchteter mit weiteren Expert-inn-en eine Rolle.

Mit ihrem Beschluss „Änderung des Gesetzes über die Arbeitsbefreiung für Zwecke der Jugendpflege und des Jugendsports in Niedersachsen” fordert der LJR nun die Schaffung eines Rechtsanspruchs auf Sonderurlaub zu Zwecken der Jugendarbeit und des Jugendsports unter Fortzahlung des Gehalts.

Im Beschluss „Prävention von sexualisierter Gewalt in Jugendverbänden und Jugendämtern” werden neben eigenen Verpflichtungen insbesondere auch Forderungen an die Niedersächsische Landesregierung formuliert, z.B. tragfähige Strukturen zur Gewaltprävention und zum Schutz von Kindern und Jugendlichen aufzubauen, die Fortbildung der Mitarbeiter-innen in den Jugendämtern und bei den Strafverfolgungsbehörden in dem Bereich zu forcieren und unabhängige Beratungsstellen sowie die Jugendverbände mit ausreichend finanziellen Mitteln und Personal auszustatten. 

Die Beschlüsse sind unter www.ljr.de/ljr-nds/beschluesse.html zu finden.