Bunt, abwechslungsreich, jugendgerecht und kurzweilig – so lässt sich die Aktion des Landesjugendrings Niedersachsen im Vorfeld der Landtagswahl 2003 beschreiben. Im Mittelpunkt der Aktion standen vier „neXTpartys”, eine mit jedem Spitzenkandidaten von SPD, CDU und F.D.P. bzw. der Spitzenkandidatin von Bündnis90/Die Grünen. Diese Partys waren an ein Hobby der Kandiatin / des Kandidaten angelehnt und sie konnten sich eine prominente Begleitung einladen.
Das auch für jugendliche interessante Hobby diente quasi als Brücke zwischen Politik und Jugend und bot den Jugendlichen die Gelegenheit sich in einer ihnen vertrauten Atmosphäre mit den Kandidaten / der Kandidatin zu unterhalten und zu diskutieren. Dadurch sollte der „Heimvorteil”, den Politiker-innen bei traditionellen Podiumsdiskussion haben, zu Gunsten der Jugendlichen gewendet werden, die eine lockere und ungezwungene Partyatmosphäre gewöhnt sind und sich in einer solchen wohl fühlen.
Auch wenn die vier neXTpartys sehr unterschiedliche Ansatzpunkte hatten und mit Methoden arbeiteten, die auf das jeweilige Motto abgestimmt waren, gab es dennoch Bestandteil, die sich in allen Partys wiederfanden. Neben den Show-Elementen gab es bei allen vier Veranstaltungen eine offene Talkshow, die den Gästen die Möglichkeit bot, ihre Fragen an die Politikvertreter-in oder die prominente Begleitung zu stellen. Dadurch, dass diese Methode eher am Ende der Veranstaltungen platziert war, war durch die kurzweiligen Elemente im Vorfeld „das Eis gebrochen” und die jungen Menschen haben viele Fragen gestellt, so dass es in allen Fällen zu einer regen Diskussion kam. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Elementen führte dazu, dass sich sehr lockere Veranstaltungen entwickelten, bei denen weder die Inhalte noch der Spaß zu kurz kamen.
Nicht nur die jugendlichen Gäste, auch die Medien zeigten großes Interesse an den neXTpartys: Bei allen vier Veranstaltungen waren Kamera-Teams vor Ort; während der neXTparty 1 mit Sigmar Gabriel und Udo Lindenberg sendete der NDR sogar live von der Veranstaltung. Damit ist es gelungen, jugendpolitische Fragestellungen öffentlichkeitswirksam im Wahlkampf zu platzieren, den Belangen von jungen Menschen Gehör zu verschaffen und einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen, dass Politik auch Spaß machen kann.
Alle vier Partys wurden von einer „weblog-Redaktion” begleitet: Drei junge Frauen, deren Erlebnisberichte dann kurz nach jeder Party unter www.neXTvote.de online nachgelesen werden konnten. Ausschnitte aus deren Berichten sollen nun auch hier, in chronologischer Abfolge der Veranstaltungen, einen Überblick über die Partys geben. Die Berichte arbeiten teilweise mit den Kürzeln der Autorinnen: dok (Dörthe Köhler), mia (Michaela Bärwaldt) und web (Wencke Breyer).



