Durch Mundpropaganda waren die Angebote der Hannoveraner Naturfreundejugend bereits auf wachsendes Interesse blinder und sehbehinderter Teilnehmer-inne-n gestoßen.
Das NextNetz-Mikroprojekt »Wir sehen zusammen - wir teamen zusammen« setzte das mittlerweile entstandene Wissen in einer speziellen Schulung für sehende und nicht-sehende Jugendleiter-innen um. Im Sommer 2006 fand die erste Sommerfreizeit mit blinden und sehenden Teamer-inne-n statt.
Diese integrativen Angebote und Strukturen ermöglichen sehbehinderten jungen Menschen die Teilhabe an »ganz normalen« Aktivitäten der Jugendarbeit - und die Naturfreundejugend erwies sich damit als Vorreiterin in der Region.
Im Landkreis Bückeburg haben Jugendliche im Umfeld des selbstverwalteten Kulturzentrums »Alte Polizei« zusammen mit dem Kreisjugendring das Projekt »cult connection« angestoßen.
Eine offene Workshopreihe lud junge Menschen aus unterschiedlichen Szenen dazu ein, gemeinsame Interessen zu formulieren und sie szeneübergreifend und weitgehend selbstorganisiert umzusetzen. So realisierte das Projekt Hip-Hop-Workshops, die jugendgerechte Gestaltung des öffentlichen Raumes und Exkursionen ins Berliner Archiv der Jugendkulturen.
Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Tun. Ganz nebenbei trägt das Projekt so zur nachhaltigen Veränderung der jugendpolitischen Beteiligungskultur des Landkreises bei.
Angesichts des dauerhaften Mangels an Ausbildungsplätzen entwickelten Ehrenamtliche des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Osnabrück neue Wege der politischen Bildung, die sie mit Schüler-inne-n aus Hauptschulen und anderen bildungsbenachteiligten Gruppen gehen.
»FutureActiv« arbeitet mit Empowerment (übersetzt: »Selbstermächtigung«): Das Mikroprojekt will die Teilnehmer-innen zu »Autor-inn-en ihrer eigenen Biografie« machen - und damit ihre Ressourcen und Fähigkeiten stärken.
So motiviert es sie, sich auch jenseits unmittelbarer Erwerbsperspektiven gesellschaftlich einzumischen und gestalterisch zu engagieren.
Die Jugendfußball-Abteilung von »Sparta Göttingen« nutzt in Kooperation mit der Jugendhilfe Göttingen e.V. eine frisch entstandene öffentliche Sportanlage für das gemeinsam entwickelte Mikroprojekt.
»Einwurf für Grone« hat ein Freizeit-Fußballangebot mit angeschlossener Schiedsrichter-Schulung geschaffen, das Jungen wie Mädchen verschiedenster sozialer und kultureller Hintergründe begeistert annehmen.
Einige der Neu-Schiedsrichter-innen werden sich dauerhaft bei »Sparta« einbringen. So verbreitern sich die Zugangswege zum aktiven Vereinssport über bestehende sozialen Barrieren und Geschlechtergrenzen hinweg.
Weitere Projekte aus Erlebnispädagogik, Berufsorientierung, Schul-Kooperationen, Mobiler Beratungsarbeit und anderen Feldern auf www.nextnetz.de.

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