Geh' Wege, die
noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub. (Saint-Exupéry)
Alt-Text

Wir bewegen Werte

Mit der neuen CDU/FDP-Landesregierung starteten im Jahr 2003 prompt die Kürzungsdebatten. Das wollten dich die Jugendverbände und Jugendringe natürlich so nicht gefallen lassen und starteten die Aktion „wir bewegen”. Zu diesem Zeitpunkt zeichneten sich massive Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit ab. Diese konnten zwar durch die Aktion nicht abgewendet werden, es gab letztendlich Einschnitte von etwa 12%. Im Jahr 2004 konnte jedoch die Förderung für die Jugendarbeit auf diesem Stand erhalten werden.

Im ersten Jahr der Aktion waren orangene Postkarten das zentrale Material. Sie wurden im Sommer 2003 von Kindern und Jugendlichen an Politiker-innen geschrieben wurden. Im Jahr 2004 kamen als weiteres Material die „Wertpapiere” hinzu.

Die Jugendverbände nutzen die Aktion, um mit (örtlichen) Politiker-inne-n in Kontakt zu treten, um den Bereich der Jugendverbandsarbeit positiv und als schützenswertes gesellschaftliches Gut darzustellen. Unterstrichen werden soll dies durch Aktionen sowie die Entwicklung zukunftsfähiger Positionen aus Sicht der Generation der Jugendlichen. Eine „Agenda Jugend” soll gestartet werden und jugendgerechte Positionen für die künftige Gesellschaft entwickeln helfen. Mit dem konstruktiv-kreativen Protest, bei dem die Mitgliedsverbände flächendeckend agieren, soll sowohl den Politiker-inne-n als auch Eltern, Jugendlichen u.a. Zielgruppen dargestellt werden, was bei Kürzungen auf dem Spiel steht. Dem Landesjugendring kommt die Rolle zu, diese Aktionen zu bündeln und für eine wirkungsvolle Veröffentlichung aller Aktionen zu sorgen.?Wir sorgen für Bewegung.

Das Wertpapier der Jugendverbände zu zeichnen bedeutet:

Profit

Die/Der Aktionär-in will von den Gewinnen, die die Jugendverbandsarbeit für die Gesellschaft abwirft, profitieren und ist dafür bereit, die Jugendverbandsarbeit mit dem notwendigen Kapital zu versorgen.

Verpflichtung

Dazu erwirbt sie/er unser Wertpapier und verpflichtet sich damit, sich politisch für die weitere Förderung der Jugendarbeit einzusetzen und erklärt, weiteren Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit im Parlament nicht zuzustimmen – denn wer würde schon gegen die Interessen einer „Firma” seiner "Wertschöpfungsgesellschaft"stimmen, an der man selbst beteiligt ist!

Gegenwert

Der Gegenwert, den Politiker/innen für unsere Wertpapiere aufbringen müssen, ist also: öffentliche Unterstützung für die Jugendarbeit und deren Förderung im Rahmen der eigenen Möglichkeiten, z. B. Einsatz für die Jugendförderung vor Ort, Bereitschaft zu einer Podiumsdiskussion, einem Besuch oder anderen Formen von Unterstützung, die Jugendverbände für ausreichend erachten. Der Kaufpreis, also der genaue Gegenwert, ist selbstverständlich auch auf dem Wertpapier vermerkt.

Placierung

Das Wertpapier wird vom Anteilseigner-eignerin und dem ausgebenden Jugendverband unterschrieben und verbleibt in Kopie bei den Jugendverbänden. In regelmäßigen Abständen werden in unserem Börsenbrief die neuen Wertpapierzeichner-innen veröffentlicht.

Zeichnungsfrist

Die erste Zeichnungsfrist endete mit der Beschlussfassung über den Landeshaushalt 2005 (bzw. mit der Beschlussfassung der kommunalen Haushalte, wenn ihr die Methode auch bei kommunalen Haushaltskürzungen einsetzt), denn dann hat sich entschieden, ob Politik als eine Säule der "Wertschöpfungsgesellschaft" Kapital in der erforderlichen Höhe zur Verfügung gestellt hat oder nicht.

Linktipp

Mehr Infos gibt es unter www.wir-bewegen.de