Geh' Wege, die
noch niemand ging,
damit du Spuren hinterlässt und nicht nur Staub. (Saint-Exupéry)
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Jahr der Jugend 2006

Das Jahr 2006 war das „Niedersächsische Jahr der Jugend” – so hat es der Niedersächsische Landtag in seiner Sitzung am 09.12.2005 beschlossen.

In der Sache herrschte Einigkeit zwischen allen Fraktionen im Niedersächsischen Landtag: Die Jugend muss in der öffentlichen Wahrnehmung eine herausragendere Stellung einnehmen, als dies bislang oftmals der Fall war. In der Öffentlichkeit werden Jugendliche vor allem dann wahrgenommen, wenn es zu Problemen kommt: Ob die Ergebnisse der Pisa-Studien, die Unruhen in Frankreich oder die zurückgehenden Geburtenzahlen – junge Menschen werden oftmals als problembehaftet dargestellt. Doch dies soll sich nun ändern: „Mit dem Niedersächsischen Jahr der Jugend wollen wir die vielen positiven gesellschaftlichen Leistungen junger Menschen in den Mittelpunkt rücken. Wir brauchen eine Orientierung auf positive Werte und müssen jungen Menschen Chancen bieten”, so die neue Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann. Das „Niedersächsische Jahr der Jugend” soll dafür den Rahmen bieten.

Jugend2006 - Die Jugend kann's!

Das Niedersächsische Jahr der Jugend hat es eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Ohne die Jugend sähe Niedersachsen ganz schön alt aus! Über 500 Veranstaltungen haben alleine im Rahmen der „Perlenkette“ stattgefunden. Damit haben nicht nur die verschiedenen Träger der Jugendarbeit (Jugendverbände, -ringe, -initiativen und öffentliche Jugendarbeit) gezeigt, wie vielfältig ihr Programm ist, sondern es ist auch deutlich geworden: Jugendliche engagieren sich für die Gesellschaft, sie sind aktiv, setzen sich für die Interessen und Bedürfnisse ihrer Generation ein und nehmen ihre Zukunft selber in die Hand. Denn die vielen Angebote der Jugendarbeit – sowohl im Rahmen der Perlenkette als auch das „normale“ Programm – wären ohne das ehrenamtliche Engagement von 50.000 Jugendlichen in Niedersachsen nicht denkbar. Die Berichte über die Perlenketten-Aktionen in dieser „info drei“ geben einen Einblick in diese Arbeit und die enorme Leistung, die damit verbunden ist. Die Maßnahmen der Jugendarbeit – von der Gruppenstunde über die Ferienfreizeit und das Jugendkulturfestival bis hin zur Juleica-Schulung – sind unverzichtbarer Bestandteil der Freizeitangebote für junge Menschen in Niedersachsen. Sie machen Niedersachsen bunt und lebenswert.

Die Jugend braucht‘s!

Doch diese enorme Leistung der Jugendlichen darf nicht über die Probleme hinwegtäuschen, mit denen sich junge Menschen in Niedersachsen auseinandersetzen müssen. Viele der Perlenketten-Veranstaltungen haben sich daher auch mit dem gesellschaftlichen Wandel, der Lebenssituationen junger Menschen oder konkreten sozialpolitischen Themen auseinandergesetzt.

Eine Forderung ist dabei immer wieder gestellt worden: Der Umbau des Sozialsystems darf nicht zulasten der Jugendlichen gehen. Junge Menschen benötigen die bestmöglichen Startbedingungen in der Gesellschaft, und das unabhängig von ihrer sozialen Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern. Unter anderem die Angebote der Jugendsozialarbeit im „Niedersächsischen Jahr der Jugend“ haben gezeigt, wie Unterstützung möglich und dass sie nötig ist.

Die Jugend will mitreden!

Doch die Jugendlichen haben nicht nur Forderungen aufgestellt, sondern wollen sich aktiv bei der Gestaltung der Zukunft einbringen. Dafür brauchen sie aber jugendgerechte Foren und Möglichkeiten zu einem Dialog mit Politiker-inne-n „auf gleicher Augenhöhe“. Den bisherigen Partizipationsmöglichkeiten haben die knapp 4.000 neXTvote-Teilnehmer-innen eine schlechte Note gegeben: Mit einer 3,7 bekam die Frage die negativste Beurteilung und zeigt den Handlungsbedarf: Politiker-innen sind gefragt, auf junge Menschen zuzugehen und sich auf deren Methoden und Ideen einzulassen und nicht zu warten, bis Jugendliche sich an sie wenden.

Die Jugend braucht Strukturen!

Wie wichtig gute Strukturen in der Jugendarbeit sind, ist im Jahr der Jugend noch einmal besonders deutlich geworden: Nur über die Strukturen und landesweiten Zusammenschlüsse der verschiedenen Träger war es überhaupt möglich, die Informationen zum Jahr der Jugend kurzfristig im ganzen Land zu streuen. Daran hatten auch die hauptamtlichen Mitarbeiter-innen der Träger einen wichtigen Anteil, die die Informationen weitergegeben und Ehrenamtliche bei der Vorbereitung von Aktionen, bei der Öffentlichkeitsarbeit und bei der Antragstellung unterstützt haben.

 

 

 

Konkrete Details gibt es auch auf diesen Seiten:
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Jugend 2006 im Landesjugendring Niedersachsen

Bilder vom Auftakt des Jahr der Jugend 2006 im niedersächsischen Landtag!

Jugend 2006 im Landesjugendring Niedersachsen

Profis, Perlen und Paniertes! Bilder vom Abschluss des Jahr der Jugend 2006 im Sprengel Museum in Hannover.