
»Das Wegbrechen der Zuschüsse für Freizeitmaßnahmen der Verbände erschwert die Konzipierung günstiger, für Familien zu finanzierender Maßnahmen enorm und führt nicht selten zu einer ungewollten Selektion, die besonders Kinder und Jugendliche aus den weniger begüterten Familien trifft.« (Michael Peters, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Niedersachsen e.V./aejn)

So wie der aejn erging es in der auslaufenden Legislaturperiode vielen Aktiven in der niedersächsischen Jugendarbeit: Sie wurden ohne große Vorwarnung mit einem Streichkonzert der unerfreulichen Art konfrontiert, kaum war die neue Landesregierung aus CDU und FDP im Amt. Trotzdem der Landesjugendring im Vorfeld in Gesprächen mit Politik und Verwaltung vor den massiven strukturellen Folgen der beabsichtigten Kürzungen im Bereich der Jugendarbeit gewarnt hatte, wurde bereits 2004 der Rotstift angesetzt: Es kam zu Kürzungen und Streichungen in jenen Förderbereichen des JFG, für die der Höhe nach kein Rechtsanspruch festgelegt ist. Für die 19 Mitgliedsverbände des Landesjugendringes bedeutete dies einen Verlust von mehr als 40% der Förderung und einen Rückgang der bereitstehenden Mittel von 3,4 auf nur noch 2 Mio. Euro. In anderen Worten: Die neue Landesregierung läutete eine Ära ein, die sich negativer und dramatischer als jede vorangegangene Legislaturperiode auf die Kinder- und Jugendarbeit in Niedersachsen auswirkte.